Er fährt nochmals seine Krallen aus

Kultur / 28.02.2017 • 18:13 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Bemerkenswert ist der Auftritt von Dafne Keen. 20th Century Fox
Bemerkenswert ist der Auftritt von Dafne Keen. 20th Century Fox

In „Logan“ gibt der Australier Hugh Jackman seinen finalen Auftritt als Wolverine.

Action. Letztmalig darf Hugh Jackman im Kino als Wolverine seine scharfen Krallen ausfahren. Nebst Auftritten in den Filmen der „X-Men“-Reihe hat Jackman den auf eine Comic-Vorlage des amerikanischen Marvel-Verlags zurückgehenden Mutanten bereits in zwei Solo-Auftritten verkörpert. Wie beim Vorgänger von 2013 („Wolverine: Weg des Kriegers“) kommt auch diesmal die Regie vom Amerikaner James Mangold. Er hat sich mit Filmen wie „Cop Land“ und „Durchgeknallt“, vor allem aber mit seinem Blick auf die Country-Legende Johnny Cash („Walk the Line“) einen Namen gemacht.

Neben Hugh Jackman ist auch der Brite Patrick Stewart als Professor X erneut dabei. Wolverine (deutsch: Vielfraß), der seinen ersten Auftritt als Comic-Figur im Jahr 1974 hatte, präsentiert sich in „Logan“ als wankendes, dem Alkohol zusprechendes, suizidales Wrack mit grauen Haaren und geröteten Augen. Einen derart derangierten Superhelden hat man lang nicht mehr gesehen.

Unweit der mexikanischen Grenze muss sich Logan, alias Wolverine, um seinen Mentor kümmern, Professor X, den Gründer der Superheldentruppe X-Men. Der Professor ist noch malader als Logan und sitzt im Rollstuhl. Als eine mexikanische Krankenschwester Logan aufsucht, gewinnt der Film an Fahrt: Sie bittet ihn, sich um ein kleines Mädchen namens Laura zu kümmern, es nach Kanada zu bringen. Dass Laura kein gewöhnliches Mädchen ist, vielmehr selbst ein mit speziellen Kräften ausgestatteter Mutant, wird Logan klar, als er die Kleine erstmals im Kampf erlebt. Laura entstammt einem Labor in Mexiko, betrieben von einer US-Firma, in dem menschliche Kampfmaschinen gezüchtet werden. Wie viel Logan und Laura gemein haben, das enthüllt der Film auf einer spannenden Flucht nach Kanada.

Leinwand-Präsenz

Jackman stattet seinen Logan erneut mit großer Leinwand-Präsenz aus. Bemerkenswert ist auch der Auftritt von Dafne Keen als Laura respektive X-23. Keen (Jahrgang 2005) zeigt sich erstmals auf großer Kinoleinwand.

Mit mehr als 130 Minuten ist „Logan“ der längste der „Wolverine“-Filme. Dass der Film tatsächlich über seine gesamte Länge unterhält, ist für eine Comic-Adaption nicht selbstverständlich. Der dritte Wolverine-Solofilm wartet mit manch blutgetränkter Szene auf. Die 127 Millionen US-Dollar, die der Film verschlungen haben soll, zahlen sich aus. „Logan“ sticht aus der Masse der oftmals mittelmäßigen Comic-Verfilmungen, die uns aus Hollywood erreichen, heraus.

Logan alias Wolverine (Hugh Jackman) ist in die Jahre gekommen. Foto: AP
Logan alias Wolverine (Hugh Jackman) ist in die Jahre gekommen. Foto: AP

Logan – The Wolverine

» Regie: James Mangold

» Hauptdarsteller: Hugh Jackman, Patrick Stewart, Elizabeth Rodriguez, Doris Morgado, Dafne Keen

» ab 2. März im Kino

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