Fünfteiliges Kunstprojekt für den guten Zweck

Kultur / 01.03.2017 • 18:39 Uhr / 3 Minuten Lesezeit

Klara-Schwestern legen Kunstedition auf. Marbod Fritsch macht den Anfang.

Bregenz. (VN) Nach der erfolgreichen Bilder-Auktion im Vorjahr ist der Freundeskreis der Schwestern der Heiligen Klara im Kapuzinerkloster Bregenz auf den Kunst-Geschmack gekommen: Eine auf mehrere Jahre angelegte Kunstedition wird zugunsten der Schwestern der Heiligen Klara aufgelegt. Das erste Blatt der „Klara“-Edition wurde von Marbod Fritsch gestaltet. Initiator der neuen Kunstaktion ist Kurt Mathis, Obmann des Freundeskreises der Schwestern der Hl. Klara und ehemaliger Nationalrat und Bregenzer Stadtrat.

Kreuz-Grafik

Neben dem jährlichen Klostermärktle und dem Open Air Sommerkonzert lässt sich der umtriebige Verein immer wieder neue Möglichkeiten einfallen, um Geld für die Schwestern zu sammeln. Die jüngste Idee entstand gemeinsam mit dem Bregenzer Künstler Marbod Fritsch: Ziel ist eine Kunstedition in fünf Blättern von fünf Vorarlberger Kunstschaffenden. Marbod Fritsch macht auch gleich den Anfang mit einer sehr besonderen Arbeit – einer Kreuz-Grafik.

„Das Kreuz hat mich aufgrund seiner grafischen Prägnanz und wegen seiner immanenten Symbolkraft schon immer interessiert“, sagt der Künstler. Ein starker Impuls für seine aktuelle künstlerische Auseinandersetzung sei aber die gegenwärtige mediale Diskussion über die Präsenz religiöser Symbole im öffentlichen Raum. „Dieser emotionale ,Krieg der Symbole‘ verhindert meines Erachtens leider eine grundsätzliche, sachliche Beschäftigung mit diesem Thema.“

Kernbotschaften des Glaubens

Für die Kunstedition wollte der Künstler daher wieder die ursprüngliche Bedeutung in den Vordergrund rücken, nämlich das Kreuz als ein Symbol für die Verbindung zwischen dem Irdischen und dem Himmlischen oder Göttlichen: Ein Brief der heiligen Klara an Agnes von Prag wird direkt in eine Kreuzform eingeschrieben. In diesem euphorischen Aufruf ehrt die heilige Klara den Herrn beziehungsweise das Streben nach einem christlichen Leben. Fazit für Marbod Fritsch: „Wir sollten uns wieder auf die Kernbotschaften unseres (christlichen) Glaubens fokussieren“, so der Künstler über seine Arbeit.

Die Bregenzer Künstlerin Alexandra Wacker wird als nächstes ein Werk gestalten.

Präsentation der „Klara“-Edition Blatt #1 von Marbod Fritsch
Freitag, 3. März 2017 um 18 Uhr im Kapuzinerkloster Bregenz.