Düsterer Neustart einer Erfolgsserie

Kultur / 21.03.2017 • 19:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit

Die „Power Rangers“, Jugendliche mit Superkräften, kehren auf die Leinwand zurück.

Action. Wer erinnert sich noch an die fünf Teenager, die durch den Fund außerirdischer Power-Münzen Superkräfte bekommen? Seit 1993 springen sie in grellen Strumpfhosen und Plastikmasken über TV-Bildschirme. Zu jaulenden Gitarrenriffs verkloppen sie Aliens mit Schweinegesichtern und retten immer wieder die Welt. Am Donnerstag kommt nun der nächste Teil der Actionserie in die Kinos.

Millionen sind mit dieser trashigen Wunscherfüllungsfantasie groß geworden. Mit dem Lionsgate-Studio und Produzent Haim Saban, der die Serienidee einst aus Japan mitbrachte, bringt Israelite jetzt einen neuen Langfilm heraus, der die Serienhandlung für eine jüngere Zuschauergeneration erzählt. Nach „Power Rangers – Der Film“ (1995) und „Turbo: Der Power Rangers Film“ (1997) ist „Power Rangers“ der dritte im Serienuniversum. Von der billigen Fernsehästhetik und quietschbunten Unbeschwertheit der 90er ist dabei diesmal nichts übrig. Die fünf Kleinstadtschüler, die sich beim Nachsitzen treffen, sollen echte Teens mit echten Außenseiterproblemen sein: Cheerleaderin Kimberley (Naomi Scott) hat ein kompromittierendes Selfie geteilt und wird seitdem geschnitten. Jason (Dacre Montgomery) hat jüngst mit Pauken und Trompeten seine Footballkarriere verspielt. Der inselbegabte Billy (RJ Cyler) hat seine Brotdose in die Luft gesprengt. Zack (Ludi Lin) pflegt im Trailerpark seine todkranke Mutter und schwänzt ständig. Und Trini (Becky G) fühlt sich einfach allgemein pubertär unverstanden. Als die Fünf eines Tages mehr oder weniger zufällig zur gleichen Zeit in der alten Goldmine abhängen, in der Billy etwas herumsprengt, finden sie die Power-Münzen.

Tiefgang

Die „Power Rangers“ ist ein zeittypisch düsterer Neustart der schrillen Neunziger-Serie. Der Film bemüht sich sogar immer wieder um Tiefgang. Bloß zu viel davon sollte man nicht erwarten. Wer auf computeranimierte Kampfroboter nach Machart der „Transformers“ steht, wird sicher seinen Spaß dran haben.

Filminfos

» Regie: Dean Israelite
» Hauptdarsteller: Naomi Scott, RJ Cyler, Becky G., Ludi Lin, Dacre Montgomery, Elizabeth Banks

» läuft ab 23. März im Kino