Ein Haus für 60.000 Werke und einen tollen Ausblick

Kultur / 21.03.2017 • 21:03 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Beim Bau der Landesgalerie Niederösterreich wurden archäologische Funde gemacht. Die Verzögerung hält sich in Grenzen.  Foto: LG
Beim Bau der Landesgalerie Niederösterreich wurden archäologische Funde gemacht. Die Verzögerung hält sich in Grenzen. Foto: LG

Die von den Marte.Marte-Architekten geplante Landesgalerie Niederösterreich soll 2018 eröffnet werden.

KREMS, Feldkirch. Bei den Aushubarbeiten für die Landesgalerie Niederösterreich wurden archäologische Funde entdeckt. In über fünf Metern Tiefe hat man bauliche Strukturen einer Uferbefestigung freigelegt, die auf eine mittelalterliche Hafenanlage schließen lassen. Beim Baufortschritt seien dennoch keine allzu großen Verzögerungen zu erwarten, kündigte Landeshauptmann Erwin Pröll nun die Eröffnung für Sommer 2018 an.

Funde aus dem Mittelalter

Gefunden wurden unter anderem mehr als 400 Objekte aus Holz, darunter ein zugespitzter, 1,55 Meter langer Pfahl mit einem Durchmesser von 15 Zentimetern. Die Funde stammen aus dem 13. Jahrhundert. Weiters wurde ein Tonkrug in gotischer Form gefunden. Gefäße dieser Art wurden den Angaben zufolge im Spätmittelalter und der frühen Neuzeit gefertigt und genutzt. Ebenfalls gefunden wurde eine römische Münze, deren Alter nicht bestimmt werden konnte.

Nach dem Spatenstich im Juni 2016 wurden heuer im Februar die Grabungen abgeschlossen, seitdem sind laut Pröll die Bauarbeiten voll im Gang. Im November soll der Rohbau fertig sein. Bei den Besucherzahlen auf der Kunstmeile Krems wird mit einer Steigerung von derzeit 120.000 auf 160.000 bis 170.000 Gäste pro Jahr gerechnet.

„Wir werden aktuelle Fragen stellen und diese mit Werken aus unterschiedlichen Epochen beantworten“, sagte der künstlerische Direktor Christian Bauer. Auf rund 3000 Quadratmetern werden Werke aus der mehr als 60.000 Objekte umfassenden Kunstsammlung des Landes präsentiert. Der Entwurf sei auf den Ort zwischen den Altstädten von Krems und Stein abgestimmt, erklärte Architekt Bernhard Marte: „Auf dem Gebäude gibt eine hofartige Terrasse den Blick auf die Donau bis nach Göttweig frei.“