Ob irisch oder nicht, dieser Sound lässt die Herzen höher schlagen

Kultur / 26.03.2017 • 21:03 Uhr / 3 Minuten Lesezeit

Die drei Acts der „Irish Heartbeat“-Tour  verlegten im Löwensaal das Datum des St. Patricks Day.

Hohenems. (ufe) Irish Folk, Mumming Art und Celtic Rock standen dieses Mal auf dem Programm der Konzertreihe „Sounding Islands“ im Hohenemser Löwensaal.

Gefeiert wird der St. Patricks Day am 17. März. Seit 28 Jahren begibt sich in den Wochen davor und danach der „Irish Heartbeat“ auf Tour, um mit der Musik der Grünen Insel den deutschen Sprachraum zu erfreuen. Dank der Konzertreihe „Sounding Islands“ und dem Team des Vereins Kultur im Löwen gastierten am vergangenen Freitag Bernie Pháid, die Armagh Ryhmers und Mánran im Löwensaal in Hohenems. Übrigens: Es war das einzige Österreich-Konzert.

Charmante Klischees

Irland ist ein klischeebehaftetes Land. Und so kommen diese auch beim „Irish Heartbeat“ nicht zu kurz. Transparente mit keltischen Zeichen, grünen Landschaften, mystischen Steinhaufen und das inoffizielle irische Wahrzeichen – das Kleeblatt – dürfen nicht fehlen. Doch das stört nicht. Sobald die irische Musikerin Bernie Pháid auf der Bühne steht, verwandeln sich die Klischees in unverkrampfte Authentizität. Die zarte Sängerin mit der warmen Stimme singt auf Gälisch und Englisch. Von traurigen, lustigen und alltäglichen Begebenheiten handeln ihre Lieder. Die Wärme ihres Auftritts bringt gute Stimmung ins Publikum.

Auf Pháids Folkmusik folgt nordirische Mumming-Tradition. Die Armagh Rhymers sind das einzige professionelle Mumming-Ensemble Irlands. Diese Art von Volkstheater zeichnet sich durch seine aus Weidezweigen geflochtenen Masken und aus Lumpen gefertigten Kostüme aus. Da stehen St. Patrick, ein türkischer Sultan und Oliver Cromwell gemeinsam auf der Bühne und erzählen und singen und bringen das Publikum zum Lachen. Das muss man erlebt haben. Der irische Abend wird dann – Augenzwinkern inklusive – von der schottischen Band Mánran beendet. Doch das mindert den irischen Herzschlag nicht. Und zumindest ein Bandmitglied – Ryan Murphy am irischen Dudelsack – stammt tatsächlich aus Irland.

Mánran bringen mit ihrem Celtic Rock das Publikum zum Klatschen und Tanzen. Als krönender Abschluss spielen alle Bands noch einmal in der großen Session gemeinsam. St. Patrick hat sich darüber wohl gefreut, auch noch am 24. März.

Nächste Konzerte der Reihe “Sounding Islands”, 8. Mai, The Howlin´ Brothers; 15. September, The Henry Girls; 19. Oktober, Ballad of Crows; 15. November, Old Blind Dogs