Jelinek initiiert Fragen zur Verantwortung

03.04.2017 • 18:32 Uhr / 1 Minuten Lesezeit

Wien. 1985 festigte Elfriede Jelinek bei ihren Kritikern den Ruf als Nestbeschmutzerin mit der Uraufführung von „Burgtheater“ in Bonn. In Österreich war das Werk nur in Graz zu sehen. Nach Wien kommt das Stück über das Verhältnis der Schauspieler zum NS-Regime auch heuer nicht, dafür finden ab 26. April Veranstaltungen zum Werk und seiner Einordnung statt. Dabei kooperieren die Forschungsplattform Elfriede Jelinek mit den Instituten für Theater-, Film- und Medienwissenschaft sowie für Zeitgeschichte der Universität Wien. Dazu gibt es bis 5. Mai Events, an denen der Historiker Oliver Rathkolb, der Politikwissenschafter Anton Pelinka oder Schriftsteller wie Doron Rabinovici über die Verantwortung von Künstlern diskutieren. Im Filmmuseum setzt man einen Schwerpunkt, der sich um den Propagandafilm „Heimkehr“ gruppiert, den Jelinek in „Burgtheater“ aufgreift.