Werke als Statement voller Poesie und Ironie

11.04.2017 • 17:01 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Ingeborg Strobl (hier mit Rudolf Sagmeister) gehört zu den ersten Künstlerinnen, die im Kunsthaus Bregenz präsentiert wurden. Foto: VN
Ingeborg Strobl (hier mit Rudolf Sagmeister) gehört zu den ersten Künstlerinnen, die im Kunsthaus Bregenz präsentiert wurden. Foto: VN

Österreichische Künstlerin Ingeborg Strobl ist im Alter von 67 Jahren gestorben.

Wien, Bregenz. Die engagierte Fotokünstlerin Ingeborg Strobl ist tot. Sie zählte zu den ersten Künstlerinnen, deren Arbeiten im 1997 eröffneten Kunsthaus Bregenz präsentiert wurden. Damals bestätigte sie nicht nur ihren weit gefassten Kunstbegriff, sondern thematisierte im öffentlichen Raum, etwa im Rahmen der Ausstellung „Kunst in der Stadt“ oder auf den Billboards des KUB, auch das mehr als nur fragwürdige Frauenbild in den Medien.

Geboren wurde Ingeborg Strobl 1949 im steirischen Schladming, bevor sie 1967 zum Studium nach Wien kam. Schon während ihrer Studienzeit begann sie mit der Fotografie, war aber nach Abschluss zunächst als Keramikerin und Grafikerin tätig. Damit stellte sich verhältnismäßig bald der Erfolg ein, zu dem Ausstellungen in zahlreichen Museen zählen. Im Vorjahr präsentierte das Linzer Museum Lentos eine Retrospektive. Strobl verweigerte sich stets dem Kunstmarkt. Stattdessen rückte sie in ihren poetischen und oftmals ironischen Werken Themen wie Konsum und das Verhältnis von Mensch und Natur in den Mittelpunkt. Strobl war dabei immer auch gesellschaftspolitisch engagiert und war etwa 1988 Mitbegründerin der feministischen Gruppe Die Damen.

Von 1999 bis 2001 hatte sie eine Gastprofessur an der Universität für angewandte Kunst in Wien inne.