Ballhaus gestorben

Kultur / 12.04.2017 • 20:19 Uhr / 1 Minuten Lesezeit

Berlin. Es war ein berührender Augenblick: Da stand Michael Ballhaus, einer der berühmtesten Kamerakünstler der Welt, mit Tränen in den Augen auf der Bühne und sagte leise: „Ich bin ja nur ein Kameramann. Und außerdem habe ich Angst, vor Leuten zu reden.“ Das war im Februar 2016. Die Berlinale hatte dem Gestalter von Meisterwerken wie „Good Fellas“ und „Gangs of New York“ den Ehrenbären für sein Lebenswerk überreicht. Ballhaus ist in der Nacht auf Mittwoch mit 81 Jahren gestorben.

Mit seiner 360-Grad-Kamerafahrt hatte er Filmgeschichte geschrieben, in Hollywood gehörte zu den wenigen Deutschen, die in der Spitzenliga spielten. Drei Mal war er für einen Oscar nominiert.