Auf jeden Fall ein „Happy End“

Kultur / 13.04.2017 • 18:13 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Michael Haneke drehte „Happy End“ wieder mit Isabelle Huppert und Jean-Louis Trintignant, die auch in „Amour“ spielten. Foto: Reuters
Michael Haneke drehte „Happy End“ wieder mit Isabelle Huppert und Jean-Louis Trintignant, die auch in „Amour“ spielten. Foto: Reuters

Michael Haneke ist zum achten Mal im Wettbewerb um die Goldene Palme.

Cannes. Die Filmfestspiele Cannes und Michael Haneke bleiben einander treu. Mit „Happy End“ gastiert der österreichische Meisterregisseur vom 17. bis 28. Mai zum achten Mal im Wettbewerb des bedeutendsten Filmfestivals der Welt. Seine „Momentaufnahme einer bürgerlichen europäischen Familie“ ist eines von 18 Werken im Rennen um die Goldene Palme, gab Festivaldirektor Thierry Fremaux bekannt.

Wie schon Hanekes Vorgängerfilm „Amour“ dreht sich „Happy End“ um das Alter und ist ganz auf den neuerlichen Hauptdarsteller Jean-Louis Trintignant zugespitzt. Neben ihm stand auch Isabelle Huppert im nordfranzösischen Calais für Haneke vor der Kamera.

20 Jahre nach Hanekes erster Einladung in die Hauptkonkurrenz mit „Funny Games“ könnte der 75-Jährige nun der erste Filmemacher werden, der drei Goldene Palmen gewinnt. Zuletzt holte er den begehrten Hauptpreis mit der schwarz-weißen Faschismusparabel „Das weiße Band“ und mit seinem zärtlichen Drama „Amour“, das später auch den Auslandsoscar gewann.

Konkurrenz bekommt Haneke diesmal u. a. vom deutschen Filmemacher Fatih Akin, der mit „Aus dem Nichts“ eingeladen wurde. Wiederholt im Wettbewerb sind die US-Filmemacher Sofia Coppola („The Beguiled“) und Todd Haynes („Wonderstruck“) sowie der Grieche Yorgos Lanthimos („The Killing Of A Sacred Deer“) und der Franzose Arnaud Desplechin, der mit seinem Drama „Les fantomes d’Ismael“ das 70. Festival eröffnet.