Musikalische Qualität behindert Feiern nicht

13.04.2017 • 17:50 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Renée Jud und Julia Mumelter wollen das „Tanzcafé Arlberg“ zu einem Festival ausarten lassen. Foto: Fejes
Renée Jud und Julia Mumelter wollen das „Tanzcafé Arlberg“ zu einem Festival ausarten lassen. Foto: Fejes

Zwei Theatermacherinnen sind drauf und dran, mit dem „Tanzcafé Arlberg“ ein kleines Festival zu etablieren.

Lech. (VN) Renée Jud und Julia Mumelter sind bislang vor allem Theater- und Kindertheaterfreunden bzw. Besuchern von niveauvollen Veranstaltungen im Bereich der sogenannten Kleinkunst ein Begriff. Einerseits stehen sie also für das Kindertheater Strombomboli in Hall und andererseits für ein Veranstaltungszentrum mit etwas einfacherem Namen, nämlich für das Stromboli im Tiroler Ort.

Getan ist es damit noch nicht. Wer das Angebot an Kulturveranstaltungen am Arlberg verfolgte, dem sind in den letzten Jahren – neben dem international renommierten Philosophicum – nicht nur eine Reihe von Konzerten mit klassischem Programm oder mit Jazz aufgefallen, sondern auch Theaterproduktionen. Für einige war Renée Jud verantwortlich, die nun gemeinsam mit Julia Mumelter dafür Sorge trägt, dass jene, die nach musikalischer Unterhaltung trachten, diese auch auf hohem Niveau angeboten bekommen. Mehr noch, mit dem „Tanzcafé Arlberg“ wollen die beiden Kulturschaffenden auch ein kleines Festival etablieren. Die ersten Schritte sind getan und besonders in den letzten Tagen war das Publikum vom Swing, Jazz, Raggae und Rock, den Künstler aus Deutschland, Österreich und England darboten, so angetan, dass man höchst motiviert in die Zukunft blickt.

Tradition soll aufleben

Vor Jahrzehnten noch habe die Live-Musik in Sportgebieten wie Lech und Zürs große Tradition gehabt, erzählt Jud, und diese will man wieder aufleben lassen, obwohl es mitunter die entsprechenden Räumlichkeiten wie etwa Tanzsäle nicht mehr gibt. Konzerte mit Bands wie „Flash Mob Jazz“ aus England, die vergangene Woch in Lech und Oberlech zu Gast waren, genießt man nicht frontal als passiver Zuhörer, Tanzen ist erwünscht. Kommt das überhaupt an? „Ja“, sagt Renée Jud, „mittlerweile gibt es Touristen, die den Zeitpunkt ihres Aufenthalts auch nach dem Musikangebot ausrichten.“

Die „Riot Jazz Brass Band“ aus England und „Tape Five“ aus Deutschland waren unter anderem am letzten Wochenende an verschiedenen Orten am Arlberg, neben den „Sugar Sisters“ erhält der Saisonausklang mit „Gefilte Swing“ aus Frankreich am 16. und 17. April noch eine besondere Note. Die Formation versteht es, Swing und Jazz mit Klezmer zu verbinden.

Weitere Events beim „Tanzcafé Arlberg“: Leslie Clio, 13. April, 21 Uhr, Zug, 15. und 16. April Purzelbear Swing Club und The Sugar Sisters: www.lech-zuers.at/tanzcafe-arlberg