Die digitale Revolution in der Klassik

14.04.2017 • 20:27 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Salzburg. Herbert von Karajan hat bis heute rund 300 Millionen Tonträger verkauft – mehr als die Rolling Stones. Mit den mehr als 800 Aufnahmen hat er schon zu Lebzeiten ein dreistelliges Millionenvermögen angehäuft. Doch nicht nur mit dem Taktstock leistete er Pionierarbeit. So leitete er das digitale Zeitalter in den 1960er-Jahren schon mit ein. Sein Institut in Salzburg war nun wieder das Forum für die elektronische Avantgarde.

Optimierung

Mit neuer Software soll das Musiklernen entstaubt werden. Wolfgang Damms App „Fretello“ erkennt anhand eines Algorithmus, wie gut ein Schüler Gitarre spielt. Anhand des Könnens passt sich das „digitale Notenblatt“ an und soll so das Beste aus jedem Nutzer herausholen. „Die App hilft, dass sich Fehler nicht erst einschleichen“, sagt Damm. Ohne das Programm seien für viele Jugendliche und junge Erwachsene die Fortschritte nicht sichtbar. So würden viele die Motivation verlieren, sagte Damm bei einer Konferenz des Karajan-Instituts, der Universität Mozarteum und der Osterfestspiele. Für „eine Brille für die Ohren“ will Philipp Skribanowitz mit „Mimi“ sorgen. Gemeinsam mit der Charité forscht er, um das individuelle Hörvermögen zu optimieren.