Witzig und entlarvend

14.04.2017 • 15:55 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
David Foenkinos schreibt mit viel Augenzwinkern.  Foto: Reuters
David Foenkinos schreibt mit viel Augenzwinkern. Foto: Reuters

„Das geheime Leben des Monsieur Pick“ von David Foenkinos steckt voller Überraschungen.

Roman. Ein charmanter Gedanke: Ein bretonischer Pizzabäcker, der 40 Jahre lang nicht einmal das Tagesgericht an die Tafel schreiben mag, verfasst heimlich einen sinnlichen Liebesroman. Entdeckt wird das poetische Meisterwerk erst nach seinem Tod, in einer Bibliothek für abgelehnte Bücher in der Küstengemeinde Crozon. Was es damit auf sich hat, erzählt der französische Autor David Foenkinos. In einer Bibliothek des Vergessens spürt Delphine Despero – eine junge Lektorin mit einem grandiosen Riecher für vielversprechende Werke – den Titel auf. Eine Sensation, die sogar über Frankreich hinaus die Welt der Verleger, Autoren und Medien aufmischt, und in mehrere Beziehungen hineinwirbelt.

All das beschreibt der neue Roman „Das geheime Leben des Monsieur Pick“ von Foenkinos, der voller Überraschungen steckt und mit viel Augenzwinkern verfasst ist. Im Mittelpunkt steht Delphine, verliebt in den gedemütigten, weil erfolglosen Frédéric Koskas, dessen Erstlingswerk kolossal floppt.

Das lange unentdeckte Werk hat ungeahnte Auswirkungen auch auf viele andere Protagonisten, stellt noch dazu einige Beziehungen auf den Kopf. „Dieses Buch könnte Leben verändern“, erfährt der Leser. Pick-Fans pilgern an den wilden Ort in der Bretagne. Der Bestand der speziellen Bibliothek wächst und wächst. Dann kommt der Schock: Das Buch stammt doch nicht aus der Feder des Pizzabäckers. Verschwörungstheoretiker treten auf. Am Ende verrät Foenkinos sogar, wer der Autor ist.

David Foenkinos:
„Das geheime Leben des Monsieur Pick“, DVA, 336 Seiten.