Burgtheater auf der Suche nach neuer Chefin

Kultur / 19.04.2017 • 19:30 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Wien. Die Direktorin des Wiener Burgtheaters, Karin Bergmann, will sich nicht für eine zweite Amtszeit bewerben. Sie werde das Haus im Sommer 2019 verlassen, teilte sie nun mit. „Ich halte es für richtig, dass dann eine jüngere Theaterleitung das Haus in die Zukunft führt.“ Sie übergebe ein „künstlerisch gut aufgestelltes und finanziell saniertes Theater“, sagte Bergmann.

Bergmann (geb. 1953) übernahm nach einem Finanzskandal im März 2014 zunächst interimistisch die Direktion und wurde darauf zur künstlerischen Leiterin ernannt. Sie verordnete der Bühne einen Sparkurs.

Ende April will Bergmann die Saison 2017/2018 präsentierten. „Jetzt freue ich mich auf die nächsten zwei Jahre, die aufregende Begegnungen mit maßgeblichen Regisseuren und neuen Texten bringen werden.“

Ausschreibung

Das Aufgabenprofil ist laut Ausschreibungstext klar formuliert: „Der Stellenwert im Vergleich zu anderen führenden europäischen Theatern ist zu erhalten und auszubauen. Der Spielplan ist so zu gestalten, dass er die Begegnung mit zeitgenössischer Literatur ebenso wie mit der klassischen Weltliteratur ermöglicht und für neueste Erscheinungsformen des Theaterlebens offen ist, wobei auch eine gezielte Förderung kultureller Produktionen österreichischen Ursprungs erfolgen soll.“