Justizthriller mit Überraschungen

21.04.2017 • 16:16 Uhr / 1 Minuten Lesezeit

Roman. Seit fast drei Jahrzehnten veröffentlicht John Grisham mit schöner Regelmäßigkeit Romane, die ihre Spannung aus der Praxis des Justizbetriebs beziehen. Vielfach sind es Geschichten um Rechtsanwälte, die gegen erhebliche Widerstände die Interessen ihrer Klienten verteidigen und dadurch Recht und Gerechtigkeit stärken. In seinem gerade erschienen Roman „Bestechung“ ist es dem 62-jährigen ausgebildeten Juristen Grisham gelungen, einen überraschenden Ansatz für eine Handlung zu finden, deren Kern schon durch den Romantitel verraten wird.

Der besondere Dreh, den Grisham gefunden hat, ist seine Hauptfigur. Lacy Stoltz ist zwar Juristin, aber sie steht nicht im Gerichtssaal. Stattdessen arbeitet sie für eine Behörde des Bundesstaats Florida, die Beschwerden über das berufliche Verhalten von Richtern überprüft. Mit erstaunlicher Leichtigkeit schafft es Grisham, aus einer komplizierten Ausgangssituation einen spannenden Justizthriller mit überraschenden Wendungen zu machen.

John Grisham: „Bestechung“, Heyne Verlag, 448 Seiten