Staatspreis für Norweger Karl Ove Knausgard

23.04.2017 • 20:37 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Wien. Der diesjährige Preisträger des mit 25.000 Euro dotierten Staatspreises für Europäische Literatur heißt Karl Ove Knausgard (48). Das gab Kulturminister Thomas Drozda am Sonntag aus Anlass des Welttags des Buches bekannt. Mit dem norwegischen Schriftsteller erhalte heuer ein Autor die Auszeichnung, dessen „Literatur gut ins Land von Sigmund Freud passt“, so die Jury in ihrer Begründung. Knausgard habe mit seinem 2009 begonnenen monumentalen sechsbändigen Romanzyklus „Min Kamp“ („Mein Kampf“) „erbarmungslos Sezierarbeit an der männlichen Seele, wie sie sich unter den Bedingungen einer europäischen Gesellschaft herausgebildet hat“ geleistet, heißt es weiter. Der Schlusspunkt der Reihe soll im Laufe des heurigen Jahres folgen.

Haas und Weidenholzer

Neben dem Staatspreis gab Drozda auch drei weitere Preisträger bekannt. Den mit 15.000 Euro dotierten Österreichischen Kunstpreis für Literatur erhält Krimi-Kultautor und „Brenner“-Vater Wolf Haas (56). Keinem Vertreter der österreichischen Literatur sei es in den letzten zwei Jahrzehnten so überzeugend geglückt, das Publikum und die Kritik im gleichen Ausmaß zu begeistern wie Wolf Haas, so die Jury, die den Autor als legitimen Nachfolger Ernst Jandls sieht. Seine Kollegin Anna Weidenholzer darf sich über den für jüngere Autoren reservierten und mit 10.000 Euro dotierten Outstanding Artist Award für Literatur freuen.