Hochkarätiges Weltraumepos

25.04.2017 • 16:14 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Fotos: ap

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Nach dem überraschenden Erfolg von 2014 schickt James Gunn die „Guardians“ in ein neues Abenteuer.

Action. Filme mit Superhelden gibt es seit einiger Zeit häufig. Meist sind es gut aussehende und vor allem bestens trainierte Protagonisten, die die Welt vor dem Bösen retten. Auch deswegen war der Erfolg von „Guardians of the Galaxy“ vor rund drei Jahren so überraschend – auf den ersten Blick schienen die Hauptfiguren wenig Heldenhaftes an sich zu haben: der sprechende, so vorlaute wie knuddelige Waschbär Rocket. Frauenheld und Ex-Erdbewohner Peter Quill alias Star-Lord, gespielt von Chris Pratt. Gamora (Zoe Saldana), die grünhäutige Kämpferin und ihre Schwester, die blauhäutige Killerin Nebula. Und Groot, der einsilbige und gutherzige humanoide Baum.

800 Millionen US-Dollar

Zusammen bewahrten sie als „Guardians of the Galaxy“ nicht nur unsere Galaxie vor dem Untergang. Sie feierten auch weltweit enorme Erfolge an den Kinokassen und spielten 800 Millionen US-Dollar ein. Die Beschützer der Milchstraße hielten sich zudem als erstes Werk aus dem Hause Marvel vier Wochen lang auf Platz eins der US-Kinocharts. Nun kommt, erneut unter der Regie von James Gunn, die heiß erwartete Fortsetzung des Weltraumabenteuers in die Kinos.

Durch ihren heldenhaften Einsatz im Vorgängerfilm haben sich Peter Quill und sein Team galaxienweit einen Namen gemacht. Auch diesmal sind die Außenseiter als Beschützer unterwegs. Quill aber muss sich noch einer ganz anderen Art von Herausforderung stellen: Da taucht plötzlich ein graumelierter, bärtiger Mann namens Ego auf, der behauptet, sein Vater zu sein. Als Kind war Quill nach dem Tod seiner Mutter von der Erde entführt worden, um unter Außerirdischen aufzuwachsen. Und dieser Ego nun will ihm weismachen, dass er nicht nur übermenschliche Kräfte hat, sondern auch unsterblich ist. Auch Gamora muss sich ihrer familiären Vergangenheit stellen: Tief in ihrem, hinter cooler Fassade versteckten Herzen wünscht sie sich nichts sehnlicher als eine Versöhnung mit ihrer Schwester Nebula.

Neben allen familiären Dingen aber geht’s auch diesmal um nicht weniger als die Rettung des Universums. Dabei handelt es sich zwar um Science-Fiction, immer wieder fühlt man sich an Klassiker wie „Star Wars“ oder „Star Trek“ erinnert. Chris Pratt etwa hat seinen Peter so angelegt, dass man an den jungen Luke Skywalker denken muss. Figuren wie die grünhäutige Gamora kann man sich gut um Umfeld des Raumschiff Enterprise vorstellen.

Hochkarätige Schauspieler

Für Abwechslung sorgen Auftritte von Größen wie Kurt Russell, der Peters Vater gibt und als Gott-ähnliches Wesen ein Geheimnis birgt. Der 66-Jährige erlebt im Kino gerade einen zweiten Frühling, ist auch im achten Teil von „Fast & Furious“ zu sehen. Freuen dürfen sich auch Fans von Sylvester Stallone, der als Mitglied der Ravagers-Bande so frisch daherkommt wie lange nicht mehr. Niemand nimmt so sehr für sich ein wie Groot, der als Reinkarnation namens Baby Groot in Erscheinung tritt. Das baumartige Wesen (Original Vin Diesel) ist liebenswürdig und wunderbar animiert. Die Musik gehört zu den vielen Ingredienzien, die „Guardians of the Galaxy 2“ zu einem großen Weltraumabenteuer machen: atemberaubende Bilder, unvergessliche Kostüme, mit Humor gespickte Dialoge. Vor allem aber: tolle Schauspieler, die schlichtweg über mehr als 130 Minuten hinweg Freude bereiten.

Filminfos

» Regie: James Gunn
» Hauptdarsteller: Chris Pratt, Zoe Saldana, Dave Bautista, Vin Diesel, Bradley Cooper, Karen Gillan

» läuft ab 27. April im Kino