„Ich träume vom Stück für Band und Alphorn“

25.04.2017 • 20:05 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Alex Sutter zählt mit Sound und Stimme zu den großen Persönlichkeiten in der Musikszene Vorarlbergs. Foto: VN/Dietrich
Alex Sutter zählt mit Sound und Stimme zu den großen Persönlichkeiten in der Musikszene Vorarlbergs. Foto: VN/Dietrich

Funkig, soulig, bluesig, freakig sind die neuen Arrangements eigener Songs der Vorarlberger Musikerin Alex Sutter.

Feldkirch. (VN) „Schon im Kindergartenalter war ich musikinteressiert und bin in einer sehr musikalischen Familie aufgewachsen. Das Musizieren wurde von meinen Eltern intensiv gefördert“, erzählt Alex Sutter. Sie spielte schon als Jugendliche in verschiedenen Formationen und steht seit 25 Jahren auf der Bühne.

Was würden Sie als Highlights Ihrer bisherigen Karriere bezeichnen?

Sutter: Ein einzelnes Highlight in dem Sinn gibt es nicht, eher viele Highlights. Etwas, was ich vielleicht als ganz persönliches Highlight bezeichnen würde, ist aber sicher die Unterrichtstätigkeit an der Musikschule Walgau, weil ich dort in der popularen Abteilung genau das unterrichten darf, womit ich mich ein Leben lang beschäftigt habe: das Singen.

Welche Bedeutung hat Ihre Rolle als Musikpädagogin denn für Sie als Künstlerin? Welche konkreten Ziele verfolgen Sie im Rahmen Ihrer Unterrichtstätigkeit?

Sutter: Hauptsächlich gefällt mir an dieser Arbeit das Lehrziel: Es sollen nicht Duplikate und Doubles der Superstars entstehen. Die Schüler lernen, ihre eigene Persönlichkeit und ihren Style nach allen Regeln der Singtechnik kennenzulernen und zu entwickeln. Ich vermittle ihnen, wie man Ideen umsetzt, im Team arbeitet, neue Musik entdeckt wie zum Beispiel K-Pop (Koreanischer Pop) usw. Schlussendlich dann ihre Gigs und Konzerte miterleben zu dürfen und somit die Umsetzung meiner pädagogischen Arbeit, das macht mir am meisten Spaß.

Welche Zukunftspläne haben Sie? Was möchten Sie musikalisch in der nächsten Zeit unbedingt umsetzen?

Sutter: Ich habe viel vor. Es stehen einige Projekte an. Wir bauen unsere Abteilung an der Musikschule aus, weil wir noch mehr fächerübergreifend mit den Schülerinnen und Schülern arbeiten möchten. Darüber hinaus nehme ich zurzeit Unterricht im Fach Alphorn, wobei das Üben schon ein bisschen Zeit in Anspruch nimmt. Aber ich habe dieses Instrument ganz neu für mich entdeckt und bin davon restlos begeistert. Ich träume von einem Stück für Band und Alphorn. Wer weiß, vielleicht kommt es.

Jetzt tritt bereits Ihr Sohn Julian in Ihre Fußstapfen, er hat eine Band gegründet und spielt als Aufwärmer auch vor Ihrem Konzert im Saumarkt. Was können Sie uns über die Musik Ihres Sohnes erzählen?

Sutter: Mein Sohn spielt nun schon lange Schlagzeug und ist oft auch auf Konzerten mit mir unterwegs. Dass er nun ein eigenes Bandprojekt hat, ist natürlich wunderbar. Es macht mir große Freude zu sehen, wie die jungen Leute da sozusagen mit Vollgas am Werk sind, wie sie äußerst intensiv üben und dann tolle Performances liefern. Außerdem finde ich es spannend, dass die jungen Musiker sich heutzutage mit Funk und Soul befassen. Insofern freue ich mich sehr, dass es im Rahmen unseres Feldkircher Saumarkt-Konzerts nun geklappt hat und die Band Ungifted sozusagen unsere Local Support Band sein wird.

Zur Person

Alex Sutter

Geboren: 1973 in Bregenz

Ausbildung: Musikhauptschule Bregenz, Borg Lauterach

Werdegang: Zusammenarbeit mit zahlreichen renommierten Musikern wie Peter Herbert, Peter Madsen, Rolf Aberer, Harry Marte etc.

Familie: Sohn Julian

Wohnort: Tisis

29. April, 20.15 Uhr, Theater am Saumarkt, Feldkirch, Alex Sutter & Friends, feat. Ungifted