Familiengeschichten, Heimat und Identität

Kultur / 02.06.2017 • 19:07 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Familiengeschichten, Heimat und Identität

Roman. Es ist ein opulentes Werk: Auf rund 1000 Seiten hat der preisgekrönte bosnische Schriftsteller Miljenko Jergovic (51) die „Die unerhörte Geschichte meiner Familie“ erzählt. Es ist ein Roman über die Suche nach Heimat und Identität im ehemaligen Jugoslawien.

Jergovic, in Sarajevo geboren, erzählt in seinem Werk die Geschichte der Familie seiner Mutter und verfolgt dabei detailliert die Lebenswege zahlreicher Verwandter. Allesamt sind es Erzählungen über verschiedene Kulturen, die zwischen Krieg und Frieden spielen und von Flucht und Heimat berichten. Dabei schreckt er nicht vor den dunklen Seiten der bosnischen und kroatischen Geschichte, etwa dem Massaker von Srebrenica, zurück.

Jergovic folgt jedem noch so kleinen, teils plötzlich auftauchenden Erzählstrang und erzeugt einen Roman in miteinander eng verwobenen Abschnitten gemäß dem mündlichen, von Assoziationen geleiteten Erzählen.

Miljenko Jergovic: „Die
unerhörte Geschichte meiner Familie“, Schöffling & Co.,
1144 Seiten.

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