Selbst Verrücktes ist nicht verboten

Kultur / 02.06.2017 • 18:56 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Gestern Abend fand im Werkraum in Andelsbuch die Eröffnung der Ausstellung mit den „nextG“-Projekten statt. Foto: Ludwig Berchtold
Gestern Abend fand im Werkraum in Andelsbuch die Eröffnung der Ausstellung mit den „nextG“-Projekten statt. Foto: Ludwig Berchtold

Der Werkraum Bregenzerwald fördert auf besondere Weise innovative Ideen von Jugendlichen.

Andelsbuch. (VN) 35 Objekte sind es, entworfen und realisiert haben sie Schüler und Lehrlinge gemeinsam mit Handwerkern und Designern. Der Blick richtet sich auf das Innovative, das Verrückte ist aber nicht verboten. In der Gesamtschau werden erstmals alle Objekte aus dem diesjährigen „Vorderhand“-Projekt ausgestellt.

Informativ und amüsant

Die Besucher dürfen amüsiert feststellen, dass die angehenden Handwerker und Designer auch recht witzige Ideen umsetzten, wenn es etwa darum ging, Möbelstücke zu entwerfen, auf denen man sich entspannen kann. Parallel dazu präsentieren die Schülerinnen und Schüler des ersten Jahrgangs der Werkraumschule ihre gemeinsame Projektarbeit, ein möbliertes „Gartohüsle“ im Außenbereich. „Vorderhand“ ist ein gemeinsames Projekt der  Handwerkerzünfte Hittisau-Sibratsgfäll und Riefensberg-Krumbach mit der Mittelschule Hittisau zur Förderung von geeignetem Nachwuchs im Handwerk und zur Berufsfindung der Schüler. Dabei entwerfen und bauen Schüler mit Hilfe von Architekten und Designern, Handwerkern und Lehrern Produkte in den Handwerksbetrieben dieser vier Gemeinden. Die „Werkraumschule“ ist ein fünfjähriges Ausbildungsmodell in Kooperation von Werkraum Bregenzerwald und den Bezauer Wirtschaftsschulen. Die Schüler haben mit ihren Ausbildungscoaches anhand von Planskizzen nach ihren Wünschen ein Gartenhäuschen erarbeitet.

Gemeinschaftsarbeit

Dieses wurde in Kooperation mit Partnerbetrieben der Werkraumschule errichtet. Ziel war es, aus vielen von den Schülern handwerklich erstellten Einzelteilen in Teamarbeit ein großes Ganzes – das „Gartohüsle“ zu bauen. Im April und März dieses Jahres plante und skizzerte die Werkraumschule auf großformatigen Plakaten dieses  „Gartohüsle“.  Zuerst legten sie fest, was sie als großes Ganzes bauen möchten und wählten aus mehreren Ideen einstimmig dieses „Hüsle“, dann wählten sie die Einzelteile für dieses Bauprojekt. Um jedes Einzelteil bildete sich eine eigene Projektgruppe. Der Ausbildungscoach redimensionierte alle Bauteile und brachte sie durch möglichst einfache und kostengünstige Konstruktion in die Wirklichkeit. Ziel war es, in Team- und Einzelarbeit verschiedene Gewerke zu erkunden und zu erleben, wie aus vielen einzelnen, gemeinsamen,  kleinen und großen Schritten ein großes, gemeinsames Ganzes, ein Bauwerk entsteht.

Die Ausstellung ist im Werkraum-Haus in Andelsbuch bis 17. Juni geöffnet, Di bis Sa, 10 bis 18 Uhr: www.werkraum.at

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