Die Männer ausgebremst und die Jelinek überholt

Kultur / 05.06.2017 • 21:19 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Die deutsche Autorin Anne Lepper ist Dramatikerin des Jahres.

Mülheim, Dornbirn. Die Jury-Debatte beim Mülheimer Dramatikerpreis verläuft öffentlich. Dieses Jahr war man sich rasch einig, dass die 1978 geborene Anne Lepper den Dramatikerpreis verdient. Die Auszeichnung zählt zu den begehrtesten Theaterpreisen im deutschsprachigen Raum. Selbst Literaturnobelpreisträgerin Elfriede Jelinek, die den Preis schon viermal eingeheimst hat, kam gegen Leppers grotesk-surreales Werk nicht an. Leppers Theaterstücke konfrontieren den Zuschauer mit einer harten Sprache. Das Vorarlberger Publikum weiß das, das neue „Ensemble für unpopuläre Freizeitgestaltung“ brachte jüngst in Dornbirn Leppers Werk „Käthe Hermann“ zur Aufführung. „Mädchen in Not“ heißt das komische wie abgründige Stück, das nun prämiert wurde. Darin hat eine Frau genug von der Macht der Männer und kauft sich eine Puppe, mit der sie künftig leben will.

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