Kunstmuseum verkauft Gurlitt-Häuser

Kultur / 06.06.2017 • 22:42 Uhr / 1 Minuten Lesezeit

Salzburg, Bern. Das Kunstmuseum Bern verkauft zwei Immobilien aus der Gurlitt-Erbschaft, darunter das einstige Salzburger Haus des Kunstsammlers. Damit sollen Kosten des aufwendigen Falls beglichen werden. Falls nötig, wird auch der Verkauf von Bildern nicht ausgeschlossen.

Nach wie vor will das Kunstmuseum den Fall möglichst kostenneutral abhandeln und keine eigenen Mittel einsetzen. „Ob das hinterlassene Vermögen zur Deckung der Kosten ausreicht, ist im Moment noch nicht definitiv abschätzbar“, führte Museumsfachmann Marcel Brülhart aus. Bis jetzt sind Kosten in der Höhe von rund 2,3 Mill. Euro angefallen. Das meiste davon entfällt auf Rechtsstreitigkeiten im Zusammenhang mit der Erbschaft.

Der 2014 verstorbene Cornelius Gurlitt hatte seine illustre, aber mit Raubkunstverdacht behaftete Sammlung überraschend dem Kunstmuseum Bern vermacht. Es wurde bereits begonnen, die Provenienz der Werke zu prüfen und Raubkunst den einstigen Besitzern bzw. deren Nachkommen zurückzugeben.

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