Zu spannend für die Schublade

Kultur / 08.06.2017 • 18:42 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Verworfene Skizzen, erste Modelle und Street-Art.
Verworfene Skizzen, erste Modelle und Street-Art.

Ausstellung im Bildraum zeigt Konzepte und Ergebnisse des Poolbar-Generators.

Bregenz. Dass Ideen und Konzepte nicht in der Schublade verstauben, sondern einen wesentlichen Teil des Poolbar-Festivals ausmachen, zeigt sich alljährlich bei der Workshop-Reihe „Poolbar Generator“. Junge kreative Köpfe aus ganz Österreich waren auch heuer wieder für die Gestaltung des beliebten Festivals verantwortlich. In den Räumlichkeiten des Bregenzer Magazin4 sowie im Wiener Museumsquartier erarbeiteten rund 40 Workshopteilnehmer gemeinsam mit neun Projektleitern Anfang des Jahres ein Konzept für das diesjährige Sommerfestival. Im Fokus standen heuer die Bereiche Architektur, Grafik und Visuals, New Media, Street Art, Licht und Produktdesign und erstmals auch Public Art. Das gemeinsame Motto: die Zeit. Rund um dieses Thema entwickelten die Teilnehmer ein gesamtheitliches Konzept.

Prototypen und Möbel

Einen Monat vor Beginn des Festivals sind im Bildraum Bodensee mit der Ausstellung „Von der Idee zum Konzept zum Festival“ erstmals die Ergebnisse des Poolbar-Generators zu sehen. „Wir haben die Möglichkeit, den intensiven Schaffensprozess der breiten Öffentlichkeit zu präsentieren“, betont Architektur-Workshopleiter Michael Amann. Auf über 200 Quadratmetern sind neben ersten Prototypen, fertiggestellten Rauminterventionen, Objekten und Möbeln auch Modelle, Skizzen sowie Pläne, aber auch verworfene Entwürfe der Workshopteilnehmer zu sehen.

Dass das Thema Zeit durchwegs präsent ist, spiegelt unter anderem eine Reihe an Hockern wider, in deren Holzkörpern Lautsprecher eingebaut sind. Diese geben Tropfgeräusche wieder, die im Sekundentakt erklingen. Per Smartphone können die Besucher diesen Rhythmus ändern.

Auch Skizzen und Modelle künstlerischer Installationen und skulpturale Arbeiten, die für den öffentlichen Raum im Rahmen des Public-Art-Workshops erarbeitet wurden, sind zu sehen. Im Feldkircher Reichenfeld wird im Sommer unter anderem ein Denkmal zu Ehren von „Momo“ (Michael Ende) in Form einer Schaukel für Erwachsene errichtet. Diese soll neben dem konsumorientierten, hektischen Alltag einen Ort des Müßiggangs schaffen. Ein für den Poolbar-Generator produziertes siebenminütiges Video, das den Schaffensprozess dokumentiert, ergänzt die Schau.

Holzskulpturen

Ein Highlight der Ausstellung befindet sich außerhalb des Bildraums. Eigens für die Ausstellung entwarfen die Workshopleiter Robert Zanona, Michael Amann und Manuel Gorkiewicz aus Fassadenelementen und Möbeln beleuchtete Holzskulpturen, die Versatzstücke aus den Workshops enthalten. Diese sollen den Bildraum mit dem Bregenzer Kornmarktplatz verbinden und sich damit optimal in die Stadt einfügen.

Zu spannend für die Schublade
Die Skulpturen sollen den Bildraum mit dem Kornmarktplatz verbinden.
Die Skulpturen sollen den Bildraum mit dem Kornmarktplatz verbinden.
Die Architektur ist ein wesentlicher Betandteil des Festivals.
Die Architektur ist ein wesentlicher Betandteil des Festivals.
Der Bildraum Bodensee zeigt einen ersten Vorgeschmack auf das Poolbar-Festival.  Fotos: VN/Paulitsch, poolbar
Der Bildraum Bodensee zeigt einen ersten Vorgeschmack auf das Poolbar-Festival. Fotos: VN/Paulitsch, poolbar

Die Ausstellung ist im Bildraum Bodensee, Bregenz, bis 23. Juni zu sehen. Poolbar-Festival: 7.7 bis 15.8
Video zum Poolbar-Generator unter: http://VN.AT/subQPJ