Familiäres in der Politik der deutschen Kanzler

Kultur / 09.06.2017 • 18:11 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Familiäres in der Politik der deutschen Kanzler

Sachbuch. Herkunft und familiäres Umfeld von der Kindheit bis ins Erwachsenenalter haben erheblichen Einfluss auf die Politik der Kanzler. Die Journalisten und Autoren Jochen Arntz und Holger Schmale haben das Spannungsfeld zwischen Herkunft und Politik aufgegriffen.

Willy Brandt kommt im Dezember 1913 im Lübecker Arbeiterviertel St. Lorenz zur Welt. Er ist unehelich, für damalige Verhältnisse ein Makel, den politische Gegner noch Jahrzehnte später gegen ihn wenden. In der Nachfolge der Unions-Kanzler Adenauer, Erhard und Kiesinger leitet Brandt unter anderem Reformen bei den Sozialversicherungen und in der Bildung ein. Zu Gerhard Schröders Aufstieg trugen auch starke Frauen an seiner Seite bei. Natürlich weiß man das eine oder andere schon über das Leben der deutschen Kanzler. Doch der Blickwinkel von Arntz und Schmale ist erfrischend anders. Das Buch zeigt Zusammenhänge, ohne psychologisierend zu werden.

Jochen Arntz, Holger Schmale: „Die Kanzler und ihre Familien“, Verlag Dumont, 272 Seiten.