Ein Teil des Gurlitt-Fundes ist erforscht

Kultur / 27.06.2017 • 18:48 Uhr / 1 Minuten Lesezeit

Bern, Bonn. Über fünf Jahre nach der Entdeckung der spektakulären Kunstsammlung von Cornelius Gurlitt steht die Aufarbeitung der Herkunft der mehr als 1500 Werke noch vor Schwierigkeiten. „Wir müssen uns wahrscheinlich damit abfinden, dass bestimmte Provenienzen nie endgültig geklärt werden“, sagte die Kuratorin Agnieszka Lulinska nun in Bonn. Erst bei knapp zwei Dritteln der Gurlitt-Werke ist die Herkunft ermittelt. Rund vier Monate vor der Ausstellung von 250 Werken aus der teilweise mit NS-Raubkunstverdacht behafteten Sammlung stellte die Bundeskunsthalle erstmals einige Werke vor. Darunter waren ein Gemälde von Monet, Papierarbeiten von Maillol, Boucher und Dürer sowie eine Marmorskulptur von Rodin.

Anfang November startet in Bonn und Bern eine Ausstellung mit Werken aus dem Gurlitt-Fund. Der 2014 gestorbene Cornelius Gurlitt war Sohn von Hildebrand Gurlitt, der einer der Kunsthändler Adolf Hitlers war und die Sammlung zusammengetragen hatte.