Das Zepter in der Hand

Kultur / 12.02.2018 • 18:48 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Am Wochenende fiel der Startschuss des „Generators“ in der Poolbar. M.Rhomberg
Am Wochenende fiel der Startschuss des „Generators“ in der Poolbar. M.Rhomberg

50 Studenten erarbeiten im Magazin4 gestalterisches Konzept für das Poolbar-Festival.

Tanja Schwendinger

Bregenz Der Poolbar-Generator hat sich in den vergangenen Jahren als wichtiger Bestandteil des Festivals entwickelt. Auch heuer haben mehr als 50 Kunst-, Architektur- und Designstudenten das Zepter in der Hand und erarbeiten in den Räumlichkeiten des Bregenzer Magazin4 die gestalterische Basis für das 25. Poolbar-Festival (6. Juli bis 14. August). Fachleute aus den Poolbar-Reihen und externe Profis leiten die Gestaltungslabors in den Bereichen Architektur, Grafik, Visuals, Produktdesign, Street Art und Public Art. In dieser Woche heißt es für die kreativen Köpfe: Ideen sammeln und erste Konzepte erstellen. Denn der besondere Reiz des Festivals liegt in der alljährlich neu erfundenen Architektur und der detailreichen Gestaltung der Räumlichkeiten, die dem Festival seine ganz eigene Atmosphäre verleihen. Von der Gestaltung der Außenfassade bis hin zum Lampendesign, den Möbeln und den grafischen Details: Auch beim mittlerweile 6. Poolbar-Generator wird nichts dem Zufall überlassen. Im Magazin4 ist dementsprechend schon jede Menge los. Die Teilnehmer der Architektur- und Grafikworkshops zeichnen bereist erste Skizzen und basteln fleißig an Modellen.

Tägliche Fortschritte

Heuer steht der „Generator“ unter dem Motto „Die Suche nach der Essenz“. „Wir sammeln anhand des Mottos so viele Ideen wie möglich und versuchen das Thema architektonisch umzusetzen“, erklärt Architekturstudentin Madeleine (22) aus Feldkirch. Tanja (32) kommt zum ersten Mal mit dem Poolbar-Festival in Berührung und ist für den „Generator“ eigens aus Wien angereist. „Ich finde es toll, dass Studenten die Möglichkeit geboten wird, ein Konzept für das Festival zu erstellen. Auch die Stimmung und der Zusammenhalt im Team sind großartig“, schwärmt die Innenarchitekturstudentin. Auch im Grafiklabor wird bereits hochkonzentriert gearbeitet. „Am ersten Tag haben wir viele Ideen gesammelt und erste Richtungen festgelegt. Bis Ende der Woche gibt es aber noch einiges zu tun“, erzählt Cara (25), die Ausstellungsdesign in Graz studiert. Victor Dölle war letztes Jahr selbst noch Teilnehmer des Poolbar-Generators. Heuer leitet er das Architekturlabor und freut sich über die täglichen Fortschritte der Studenten. „Es ist schön zu sehen, wie motiviert alle sind und wie jeder seinen Teil zum Festival beiträgt.“ Parallel zu den Laborleitern optimieren Gastkritiker das Erarbeitete. Insgesamt erarbeiten über 70 Personen den gestalterischen Rahmen des Festivals.

Weitere Inputs liefern öffentliche Vortragsreihen im Vorarlberg Museum und im Kunsthaus Bregenz. Am Samstag geht der Generator im Rahmen der „Poolbar Spring Vibes“ ins Finale. Die Ergebnisse werden im März in einem Workshop im Wiener Museumsquartier verfeinert und schließlich zu einem Gesamtkonzept komprimiert. Für Poolbar-Chef Herwig Bauer ist der Generator mittlerweile ein unverzichtbarer Teil des Festivals: „Der Generator hat sich sehr gut bewährt. In den vergangenen Jahren hat er dem Poolbar-Festival einen ordentlichen Schub nach vorne gegeben.“

„Es ist schön zu sehen, wie motiviert alle sind und wie jeder seinen Teil zum Festival beiträgt.“

Die Teilnehmer des Poolbar-Generators haben sich auch in diesem Jahr im Bregenzer Magazin4 eingenistet, um ein Konzept für das Festival zu erstellen. VN/Lerch
Die Teilnehmer des Poolbar-Generators haben sich auch in diesem Jahr im Bregenzer Magazin4 eingenistet, um ein Konzept für das Festival zu erstellen. VN/Lerch

Vorträge im Vorarlberg Museum, 14. Februar, 19 Uhr (Grafik, Design und Kunst); Vorträge im Kunsthaus Bregenz, 16. Februar, 18 Uhr (Architektur, Licht und Visuals), Poolbar Spring Vibes mit Livemusik: 17. Februar, 18 Uhr, Magazin 4, Bregenz