Filmschaffende aus Österreich machen die „Klappe auf“

20.02.2018 • 17:14 Uhr / 1 Minuten Lesezeit

berlin Ende Jänner haben 600 österreichische Filmschaffende ein gemeinsames Manifest unter dem Titel „Klappe auf“ veröffentlicht, in dem sie sich in flammenden Worten gegen „Hetze“ und für „Solidarität“ aussprachen und die neue türkis-blaue Bundesregierung kritisierten, die deutschnationale Burschenschafter an die Macht hebe. Am Dienstag präsentierten nun einige Proponenten den Appell auf der Berlinale. „Die Politik der aktuellen österreichischen Regierung arbeitet auf konservative Kategorisierungen hin“, kritisiert etwa Katharina Mückstein, die mit ihrem neuen Werk „L’Animale“ in der „Panorama“-Schiene des Festivals vertreten ist. Ruth Beckermann, die heuer den historischen Dokumentarfilm „Waldheims Walzer“ auf der Berlinale präsentiert, bedauerte: „Österreich hat eine ‚Vorreiterrolle‘ mit Rechten in der Regierung.“ Wenn die türkis-blaue Regierung von Europa spreche, meine sie ein „Orban“-Europa.