Gustav Kuhn wehrt sich gegen Vorwürfe

Kultur / 27.02.2018 • 18:23 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Erl Nach den auf „dietiwag.org“ des Bloggers Markus Wilhelm veröffentlichten Vorwürfen gegen die Festspiele Erl und deren Künstlerischen Leiter Maestro Gustav Kuhn, will Kulturlandesrätin Beate Palfrader nun eine Sitzung des Stiftungsvorstandes einberufen. Denn erstmals seien nun auch nicht-anonymisierte Anschuldigungen an das Land herangetragen worden, hieß es am Dienstag. Das Festival sieht sich unter anderem mit den Vorwürfen von „modernem Sklaventum“ sowie Lohndumping und Korruption konfrontiert. Kuhn steht dabei besonders im Zentrum der Anschuldigungen, ihm wird auch sexuelle Nötigung vorgeworfen.

Im Stiftungsvorstand sollen „Maßnahmen im Interesse einer raschen und vollständigen Aufklärung aller Sachverhalte“ beschlossen werden, verlangte Palfrader. Die Anschuldigungen seien umgehend an die Staatsanwaltschaft weitergeleitet worden. Zudem forderte das Land als Miteigentümer der Stiftung volle Einsicht in die Arbeitsverträge der Künstler. Nach einem anonymen Hinweis habe es schon einmal eine Prüfung durch die Tiroler Gebietskrankenkasse und Finanzpolizei gegeben. Dabei seien „alle Vorwürfe entkräftet“ worden. Die Plattform „Art but fair“ hatte indes laut Medienberichten angekündigt, Anzeige wegen strafrechtlich relevanter Vorwürfe gegen die Festspiele Erl zu erstatten. Gustav Kuhn selbst hatte gegenüber dem Ö1-„Kulturjournal“ von „unhaltbaren Anschuldigungen“ gesprochen. Die Festspiele und Kuhn konterten mit Klagen gegen Wilhelm.