Zeitlose Chansons mit Maria Bill bei „Kultur.Leben“

Kultur / 15.04.2018 • 20:49 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Michael Hornek, Maria Bill und Krzysztof Dobrek in Nüziders. Monika Bischof
Michael Hornek, Maria Bill und Krzysztof Dobrek in Nüziders. Monika Bischof

NÜZIDERS Nicht nur die Chansons und Balladen von Edith Piaf und Jacques Brel sind zeitlos, sondern auch Maria Bill als deren Interpretin wirkt alterslos. Seit nunmehr über dreißig Jahren ist die Schweizer Schauspielerin und Sängerin mit ihren Interpretationen der Chansons des „Spatz aus Paris“ zu sehen. Und nach wie vor ist die zierliche Chansonette ein Publikumsmagnet, wie am vergangenen Samstag im Sonnenbergsaal in Nüziders in der Reihe „Kultur.Leben“ zu sehen war.

Im ersten Teil zeigte sich Maria Bill, geschminkt mit leuchtend roten Lippen und schwarzem Kleid, nicht nur optisch mit Edith Piaf ident, sondern auch mit deren Gestik und Mimik. Auf der Bühne war sie ein vibrierendes Energiebündel, wenn sie voller Leidenschaft und Intensität Edith Piaf gab. Bills leicht rauchige und sehr gefühlsintensive Stimme hat nichts an Kraft verloren. Die Sängerin wurde von Michael Hornek am Klavier und Krzysztof Dobrek am Akkordeon begleitet, dabei erwiesenen sie sich als kongeniales Team. Nicht nur der erste Teil wurde vom sehr zahlreich erschienenen Publikum begeistert aufgenommen, sondern auch der zweite, der Jacques Brel gewidmet war. Die Texte des Chansonniers standen hierbei im Fokus. Maria Bill, in diesem Teil mit langem Mantel als Mann verkleidet und sehr jungenhaft wirkend, erzählte unter anderem über die Lebenssucht des in Belgien geborenen Sängerpoeten. Aber das Hauptthema des Abends blieb die Liebe – die Liebe in all ihren Facetten. So appellierte sie auch an die Liebe zu den Mitmenschen im Rahmen dieser von Maria Müller initiierten Benefizveranstaltung. BI

Nächste KulturLeben-Veranstaltung: Artis Quartett, 20. April, 19.30 Uhr, Remise Bludenz