Ein Stück, das an die Nieren geht

17.05.2018 • 19:10 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Stefan Vögel präsentiert im Herbst in Vorarlberg sein neues Kabarett. Sein neues Stück „Die Niere“ hat das Theater in der Josefstadt im Programm. Mathis
Stefan Vögel präsentiert im Herbst in Vorarlberg sein neues Kabarett. Sein neues Stück „Die Niere“ hat das Theater in der Josefstadt im Programm. Mathis

Theater in der Josefstadt spielt Stefan Vögel.

Wien Eine Frau braucht eine Spenderniere, Ehemann Arnold zögert, doch Götz, ein Freund des Paares, wäre sofort zu einem Eingriff bereit, wenn er Kathrin damit das Leben retten kann. Die Blutgruppe passt. Weniger harmonisch ist die Stimmung, die fortan unter den gut situierten Erfolgsmenschen herrscht, die unvermittelt mit Leben und Tod konfrontiert sind, aber auch mit der Brüchigkeit der jeweiligen Liebesbeziehungen. „Die Niere“ heißt das neueste Stück des Vorarlberger Autors und Kabarettisten Stefan Vögel (49), der vor gut 15 Jahren mit der ersten seiner Komödien auf den Spielplänen vieler deutschsprachiger Bühnen auftauchte und dessen Name dort auch verankert bleibt.

Den jüngsten Beweis dafür liefert nun auch das renommierte Wiener Theater in der Josefstadt, das die Österreich-Premiere von „Die Niere“ realisiert. Nachdem man schon vor einigen Jahren mit Stefan Vögel in Kontakt getreten ist und etwa sein Erfolgsdrama „Altweiberfrühling“ zeigte, wird die Neusinzenierung eines Stücks, das im wahrsten Sinne des Wortes an die Nieren geht und dabei auch das Herz berührt, im Mai nächsten Jahres in den Kammerspielen präsentiert. Regie führt Folke Braband, die Besetzung ist noch nicht bekannt. In Berlin, wo das Werk gerade einige Wochen im Theater am Kurfürstendamm lief und unter Beweis stellt, dass ernste Themen auch mit viel Humor zu verhandeln sind, standen etwa mit Dominic Raacke und Katja Weitzenböck Schauspieler auf der Bühne, die auch in zahlreichen TV-Krimis mitwirken.

Film und Kabarett

Zu den großartigsten Erfolgen von Stefan Vögel zählt etwa auch das Stück „Arthur & Claire“, das mit Josef Hader in der Hauptrolle verfilmt wurde. Für den kommenden Herbst hat Vögel ein neues Kabarettprogramm angekündigt. In „Für immer und ewig“ spielt er mit Maria Neuschmid.

Stefan Vögels „Die Niere“ ist in der Josefstadt in einen Spielplan mit insgesamt sieben Ur- und Erstaufführungen eingebettet. Die Saison 2018/2019 wird mit der Uraufführung des Stücks „Die Reise der Verlorenen“ von Daniel Kehlmann eröffnet. Weiters stehen Stücke von Daniel Glattauer und  David Schalko auf dem Plan und Elmar Goerden dramatisiert Werke von Joseph Roth. VN

Zur Person

Stefan Vögel

Geboren 1969 in Bludenz, aufgewachsen in Gurtis

Ausbildung Studium Wirtschaftsinformatik

Tätigkeit Schriftsteller, Kabarettist, Theatermacher

Stücke und Texte „Eine gute Partie“, „Global Player“, „Altweiberfrühling“ etc. mit Aufführungen an Vorarlberger und vielen deutschen Bühnen. Drehbuch zum Film „Arthur & Claire“

Familie verheiratet, drei Kinder

Die Österreich-Premiere von „Die Niere“ findet am 2. Mai 2019 in den Kammerspielen des Theaters in der Josefstadt in Wien statt.