Bildergrüße aus St. Petersburg

Kultur / 05.06.2018 • 22:16 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Watteau: „Die Heilige Familie (Ruhe auf der Flucht nach Ägypten)“, 1719. Eremitage
Watteau: „Die Heilige Familie (Ruhe auf der Flucht nach Ägypten)“, 1719. Eremitage

Ein Dialog zwischen der Eremitage und dem Kunsthistorischen Museum.

Wien Nicht nur Wladimir Putin ist derzeit zu Gast in Wien – auch die Eremitage seiner Heimatstadt St. Petersburg. Mit 14 Werken ist die russische Gemäldegalerie im Kunsthistorischen Museum vertreten – wobei diesen Arbeiten 14 Pendants aus dem KHM gegenübergestellt sind. Es sei ein klingender Dialog zwischen den Institutionen, so KHM-Generaldirektorin Sabine Haag bei der Präsentation. So finden sich nun historisch motivierte Arbeiten wie das Porträt Maria Theresias von Anton von Maron und jenes von Katharina der Großen, das Vigilius Eriksen malte, aber auch kunsthistorisch bedeutendere Werke wie Sandro Botticellis „Der büßende Hl. Hieronymus“ oder Anthonis van Dycks „Selbstporträt“.

Das Hans-Holbein-Bildnis von John Chambers ist einem Werk des älteren Holbein-Bruders Ambrosius, „Bildnis eines zwanzigjährigen Mannes“, gegenübergestellt. Und auch wenn der Schwerpunkt auf den Porträts liegt, gibt es Landschaftsgemälde wie Hackerts „Blick auf den Tempel von Agrigent“ zu sehen oder die „Heilige Familie“ von Watteau. Auch Eremitage-Direktor Piotrovsky lobte die klug konzipierte Ausstellung, die nicht nur eine Blockbuster-Schau sei. „Nur wenige Museen wollen gemeinsame Ausstellungen machen“, dabei sei doch in Krisenzeiten die Kultur gefragt. Die Kultur könne eine Hilfestellung leisten, wenn die Politik Probleme im Dialog habe.

Geöffnet im Kunsthistorischen Museum in Wien bis 2. September, bis August täglich, 10 bis 18 Uhr, Do bis 21 Uhr: www.khm.at