Ilija Trojanow erhält Ehrenpreis des Buchhandels

Kultur / 07.06.2018 • 16:36 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Wien Der in Sofia geborene Autor Ilija Trojanow erhält den diesjährigen „Ehrenpreis des Österreichischen Buchhandels für Toleranz in Denken und Handeln“. Die mit 10.000 Euro dotierte Auszeichnung, die seit 1990 vergeben wird, soll Trojanow am 25. November überreicht werden. „Ilija Trojanow kennt die Erfahrung der Flucht und des Fremdseins“, heißt es in der Jurybegründung über den heute in Wien lebenden Schriftsteller. „Er kennt die Situation des Ausgegrenztseins und weiß um die Notwendigkeit, das Verbindende in der Welt und zwischen den Menschen herauszustreichen und zu fördern. Als Mittel dafür hat er die Literatur gewählt und setzt sich in seinem Werk und durch sein Engagement für Toleranz gegenüber den anderssprachigen und kulturell anders geprägten Nachbarn in herausragender Art und Weise ein.“

Der 1965 geborene Autor hat sich auch in seinem im Vorjahr vorgelegten Buch „Nach der Flucht“ mit Migration als zentraler Lebenserfahrung auseinandergesetzt.

Die erste Auszeichnung ging 1990 an Milo Dor, seitdem wurden u. a. Viktor Frankl, Simon Wiesenthal, Hugo Portisch, Christine Nöstlinger, Ilse Aichinger und zuletzt Elif Shafak gewürdigt.