Aus der Kulturszene

Kultur / 25.03.2018 • 19:43 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Doppelspitze für Kulturpolitik

Berlin Eigentlich war Michelle Müntefering schon als kulturpolitische Sprecherin der SPD im Deutschen Bundestag wiedergewählt. Doch jetzt sitzt sie im Auswärtigen Amt. „Staatsministerin für Internationale Kulturpolitik“ steht in ihrer Ernennungsurkunde – ein Amt, das es bisher in dieser Form nicht gab. Die im Inland zuständige Kulturstaatsministerin Monika Grütters bekommt damit eine Tandempartnerin. Die CDU-Politikerin Grütters ist im Kanzleramt angesiedelt und verantwortet den Bereich Kultur und Medien in Deutschland. Doch die Arbeitsgebiete werden sich zum Teil überschneiden. „Angesichts einer Welt in Unruhe gilt es, Verständnis und Dialog zu ermöglichen. Hier hat die internationale Kulturpolitik eine wichtige Aufgabe“, sagt Müntefering, die mit dem ehemaligen SPD-Chef Franz Müntefering verheiratet ist.

 

Abschied von Jose Antonio Abreu

Caracas Der Komponist, Ökonom und „El Sistema“-Gründer Jose Antonio Abreu ist im Alter von 78 Jahren gestorben. Der soziale Visionär, der in Venezuela ein heute weltbekanntes Netz von Klassikorchestern und -chören für Kinder und Jugendliche aus benachteiligten Verhältnissen gründete, starb am Samstag. Der wohl bekannteste Spross von „El Sistema“, Stardirigent Gustavo Dudamel, sprach „unserem Vater all meine Liebe und ewige Dankbarkeit“ aus.

 

Krimiautor Philip Kerr gestorben

London Der britische Schriftsteller Philip Kerr ist tot, teilte der Rowohlt Verlag mit. Er wurde im deutschsprachigen Raum vor allem mit der Krimireihe um den Berliner Privatdetektiv Bernie Gunther bekannt.

Im Jahr 2009 gewann er mit einem Roman aus der Bernie-Gunther-Reihe den RBA-Preis, mit 125.000 Euro ist das der höchstdotierte Krimi-Preis der Welt. 1997 hatte Kerr bereits den Deutschen Krimi Preis in der Kategorie International für seinen Roman „Das Wittgenstein-Programm“ erhalten.