Dreifache Frauenpower für die marode Kunsthalle Wien

06.03.2019 • 20:26 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Wien Das Frauen-Kollektiv WHW aus Zagreb übernimmt ab Juni die Leitung der Kunsthalle Wien. Das gab Kulturstadträtin Veronica Kaup-Hasler bekannt. WHW steht für „What, How & for Whom“ und besteht aus Ivet Curlin, Sabina Sabolovic und Natasa Ilic. „Ich freue mich auf unprätentiöse, intellektuelle und gleichzeitig humorvolle Kulturarbeiterinnen“, sagte die Stadträtin.

Derzeit hat die Kunsthalle Wien einen im Gemeinderat einstimmig beschlossenen Dreijahresvertrag von 4,1 Millionen Euro städtischem Zuschuss jährlich, wovon laut der kaufmännischen Geschäftsführerin Sigrid Mittersteiner jährlich 1,1 bis 1,2 Millionen Euro für die Kunst zur Verfügung stehen. „Die Tendenz muss klarerweise immer sein, dass mehr Geld in die Kunst fließt“, betonte auch Kaup-Hasler, die auf Nachfrage, ob das dreiköpfige Kollektiv nun gemeinsam dreimal so viel wie Nicolaus Schafhausen oder jedes Mitglied ein Drittel seines Gehaltes beziehen werde, sagte: „Weder noch. Die Weisheit liegt in der Mitte.“ Dass zwischen Ausscheiden Schafhausens und Antritt der neuen Leitung zwei Monate liegen werden, sieht die Stadträtin unproblematisch. Mehr Sorgen bereiten müsste der Besucherrückgang, im Jahr 2017 wurden gerade noch rund 77.000 Eintritte gezählt.