Abends geht es in Österreichs größtem Museum um die Liebe

07.03.2019 • 19:07 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Wien Bereits fünf Mal haben Künstlerinnen und Künstler unter der Ägide von Regisseurin Jacqueline Kornmüller die Hallen des Kunsthistorischen Museums (KHM) in einen assoziativen Theater- und Musikraum unter dem Titel „Ganymed“ verwandelt. Bei Ausgabe Nr. 6 widmet man sich mit „Ganymed in Love“ nun dem Amourösen in all seinen Facetten. Premiere ist am 13. März. Thematisch ist Ganymed bereits geflogen, hat sich Europa oder zuletzt der Natur gewidmet. Nun ist also das rote Band der Liebe der rote Faden, der sich durch den theatralen Abend ziehen wird.

Es sind aber beileibe nicht alle zwölf der von 21 Künstlern und Künstlerinnen gestalteten Szenen auf die körperliche Liebe fokussiert. Stammautor Franz Schuh widmet sich beispielsweise Pompeo Batonis „Gleichnis vom verlorenen Sohn“ im Wechselspiel von Vaterliebe und Benachteiligungsängsten, während der belgische Erfolgsautor Jean-Philippe Toussaint die Hände von Caravaggios „Rosenkranzmadonna“ betrachtet, was Christian Nickel mit einem Gebärdensprachensemble darstellt. Diese Arbeit sei so befruchtend gewesen, dass man am 29. Mai die gesamte „Ganymed“-Vorstellung für Gehörlose übersetze, kündigte Kornmüller an.

Weitere Beiträge stammen von Autorin Ruth Weiss oder von Milena Michiko Flasar. „Verliebte haben niemals Langeweile“, so eine Zeile aus dem Shakespeare-Text „Venus und Adonis“, der in der Interpretation von Petra Gstrein und Cellist Lukas Lauermann Annibale Carracis gleichnamiges Gemälde umspielt.

Die Premiere von „Ganymed in Love“ findet am 13. März statt. Weitere Aufführungen in den Räumen des KHM finden bis 15. Juni statt, jeweils 19 bis 22 Uhr: www.khm.at