Die Pionierin der Performancekunst

Kultur / 07.03.2019 • 20:07 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
„Eye Body“, 1963, von Carolee Schneemann. mdm moenchsberg
„Eye Body“, 1963, von Carolee Schneemann. mdm moenchsberg

Künstlerin Carolee Schneemann im Alter von 79 Jahren gestorben.

New York, Salzburg Carolee Schneemann gilt als Pionierin der Performancekunst; ihre Arbeit über Geschlechterrollen, Sexualität und die Verwendung des Körpers in der Kunst hat die nachfolgenden Künstlergenerationen stark beeinflusst. Im Jahr 2015 hatte ihr das Museum der Moderne in Salzburg in Kooperation mit dem Frankfurter Museum für Moderne Kunst eine Werkschau gewidmet, in der ihre Arbeiten im Kontext der Malerei beleuchtet und für ein breites Publikum erschlossen wurden. Ausgehend von Schneemanns früher Landschafts- und Porträtmalerei aus den 1950er-Jahren, die sich zu objekthaften „Gemälde-Konstruktionen“ entwickelte, wurde in der Schau die Rolle von Malerei in Verbindung mit ihren Performances, Choreografien und experimentellen Filmarbeiten untersucht. Wie ihre New Yorker Galerie bestätigte, ist Schneemann nun im Alter von 79 Jahren gestorben.

Die Künstlerin begann früh, ihre Gemälde mit einfachen Mechanismen in Bewegung zu setzen und Fotografien und Gegenstände aus ihrem Alltag in Arbeiten zu integrieren. In zahlreichen Werken und Texten setzte sich Schneemann speziell mit dem weiblichen Körper im historischen und gesellschaftlichen Kontext auseinander und untersuchte Lust und Erotik aus einer weiblichen Sichtweise. Die wohl bekannteste unter ihren Arbeiten ist ihr „Kinetisches Theaterstück“ namens „Meat Joy“, eine Gruppenperformance als ekstatisch-opulentes Fest.

Geboren wurde Schneemann am 12. Oktober 1939 in Fox Chase (Pennsylvania). Sie studierte Kunst und begann mit Malerei; in den 1960er- und 1970er-Jahren trug sie maßgeblich zur Entwicklung der Aktionskunst bei.