Mann o Mann auf der Suche nach dem Glück

Kultur / 09.05.2019 • 18:52 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Der Dornbirner Männerchor Mann o Mann bringt ein einzigartiges Konzert auf die Bühne des Kulturhauses.  veranstalter
Der Dornbirner Männerchor Mann o Mann bringt ein einzigartiges Konzert auf die Bühne des Kulturhauses.  veranstalter

Dornbirner Männerchor begibt sich im Kulturhaus auf eine musikalische Reise.

dornbirn Grau und fad erscheint das alltägliche Einerlei im Büro. Zwischen Büchertürmen und Papierbergen fühlen sich die Sänger von Mann o Mann wie ein Gefangenenchor in einer kapitalistischen Gesellschaft. Da erscheint ein Kapitän mit seinem Schiff und nimmt die Männer mit auf eine Reise in eine andere Welt voller Abenteuer.

„Es macht keinen Sinn, wenn ein Chor auf der riesigen Bühne steht und zehn Lieder singt“, sagt Chorleiter Paul Faderny. Das war früher so, als Mann o Mann noch der Männerchor Vogelweider war. Nachdem alte, verdiente Sänger in Ruhestand gingen, der Chor mit neuen Sängern verjüngt und verstärkt wurde und den neuen Namen bekommen hat, sollte auch das Bühnenprogramm dem Zeitgeist entsprechend erneuert werden. „Der Chor besteht jetzt aus 22 Männern im besten Alter, von Mitte 40 bis um die 70. Und ich habe überlegt, was wir ändern können – auch um die Ressourcen der Bühne im Kulturhaus zu nutzen“, erklärt Faderny. So entstand das Konzertprogramm „Leinen los! Mann o Mann auf der Suche nach dem Glück“, eine laut Faderny „durchkomponierte, durchchoreografierte Klanggeschichte mit Handlung“.  

Auf ihrer Reise werden die Mann o Mann-Sänger mit allerhand Gefahren konfrontiert. Unter anderem begegnen sie, wie einst Odysseus, hinterhältigen Sirenen, die die Männer in ihre Wasserwelt entführen. Nach ihrer Befreiung landet der Chor in einem Land voller Farben und Tiere. Auch dort muss Mann o Mann ein Abenteuer bestehen – singend natürlich. Unter den klassischen und traditionellen Liedern sind Verdis Gefangenenchor aus „Nabucco“, „Der Geistertanz“ von Schubert, Silchers „Loreley“, Griegs „Landerkennung“, das Wolgalied aus „Der Zarewitsch“ von Lehárs, ein irischer Song sowie Zulu- und Xhosa-Lieder aus Südafrika.

Ein Jahr Vorbereitung

Bis das Stück bühnenreif war, haben die Sänger unter der Leitung von Paul Faderny viel Zeit in Proben investiert. Für Regie und Choreografie wurde die deutsche Sängerin und Regisseurin Annette Lobosch engagiert. „Wir haben vor einem Jahr mit intensiver Vorbereitung begonnen“, informiert Faderny. Am Samstag, dem 11. Mai, bringt Mann o Mann nun das einzigartige Konzert auf die Bühne des Kulturhauses in Dornbirn.

Faderny hofft „dass wir mit unserem Programm das Interesse am Chorgesang wecken und dass auch jüngere Zuhörer Lust auf Männerchor bekommen“. VN-HRJ

Männerchor Dornbirn Mann o Mann, Kulturhaus Dornbirn, Samstag, 11. Mai, 20 Uhr. Karten: Dornbirn Tourismus, v-ticket.at, www.mannomann.biz, T. 0660 8251232