Dornbirner Männerchor auf der Suche nach dem Glück

10.05.2019 • 10:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Der Männerchor Mann o Mann wird auf seiner Schiffsreise mit Abenteuern und Gefahren konfrontiert. VERANSTALTER

Dornbirner Männerchor begibt sich im Kulturhaus auf eine musikalische Reise.

Heidi Rinke-Jarosch

DORNBIRN Grau und fad erscheint das alltägliche Einerlei im Büro. Zwischen Büchertürmen und Papierbergen fühlen sich die Sänger von Mann o Mann wie ein Gefangenenchor in einer kapitalistischen Gesellschaft. Da erscheint ein Kapitän mit seinem Schiff und nimmt die Männer mit auf eine Reise in eine Welt voller Abenteuer.

„Es macht keinen Sinn, wenn ein Chor auf der riesigen Bühne steht und zehn Lieder singt“, sagt Chorleiter Paul Faderny. Das war früher so, als Mann o Mann noch der Männerchor „Vogelweider“ war. Nachdem alte, verdiente Sänger in den Ruhestand gingen, der Chor mit neuen Sängern verjüngt und verstärkt wurde und den neuen Namen bekommen hat, sollte auch das Bühnenprogramm dem Zeitgeist entsprechend erneuert werden. „Der Chor besteht jetzt aus 22 Männern im besten Alter, von Mitte 40 bis um die 70, und ich habe überlegt, was wir ändern können, auch um die Ressourcen der Bühne im Kulturhaus zu nutzen“, erklärt Faderny. So entstand das Konzertprogramm „Leinen los! Mann o Mann auf der Suche nach dem Glück“, eine laut Faderny „durchkomponierte, durchchoreografierte Klanggeschichte mit Handlung“.

Allerhand Gefahren

Auf ihrer Reise werden die Sänger mit allerhand Gefahren konfrontiert. Unter anderem begegnen sie, wie einst Odysseus, hinterhältigen Sirenen, die die Männer in ihre Wasserwelt entführen. Nach seiner Befreiung landet der Chor in einem Land voller Farben und Tiere. Auch dort muss Mann o Mann ein Abenteuer bestehen, natürlich singend. Unter den klassischen und traditionellen Liedern sind Verdis Gefangenenchor aus „Nabucco“, „Der Geistertanz“ von Schubert, Silchers „Loreley“, Griegs „Landerkennung“, das Wolgalied aus „Der Zarewitsch“ von Lehár, ein irischer Song sowie Zulu- und Xhosa-Lieder aus Südafrika.

Ein Jahr Vorbereitung

Bis das Stück bühnenreif war, haben die Sänger unter der Leitung von Paul Faderny viel Zeit in Proben investiert. Für Regie und Choreographie wurde die deutsche Sängerin und Regisseurin Annette Lobosch engagiert. „Wir haben vor einem Jahr mit intensiver Vorbereitung begonnen“, informiert Faderny. Am Samstag, dem 11. Mai, bringt Mann o Mann nun das einzigartige Konzert auf die Bühne des Kulturhauses in Dornbirn. Faderny hofft „dass wir mit unserem Programm das Interesse am Chorgesang wecken und dass auch jüngere Zuhörer Lust auf Chor bekommen“.

Männerchor Dornbirn Mann o Mann, Kulturhaus Dornbirn, Samstag, 11. Mai, 20 Uhr. Karten: Dornbirn Tourismus, v-ticket.at, www.mannomann.biz, T. 0660 8251232