Österreichische Kulturschaffende formieren sich als „Die Vielen“

14.05.2019 • 18:58 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Im Volkskundemuseum präsentierten sich am Dienstag die Vertreter der
Im Volkskundemuseum präsentierten sich am Dienstag die Vertreter der „Vielen“. apa

Wien Die in Deutschland gestartete Kampagne für „Solidarität und Freiheit der Kunst“ hat sich nun auch in Österreich formiert. „Die Vielen“ versteht sich als „Bündnis für eine offene Gesellschaft und ihre demokratische Gestaltung in Respekt, Vielfalt und Toleranz“. Im Volkskundemuseum präsentierten sich am Dienstag Vertreter der „Vielen“, für Sonntag ist eine Aktion im Rahmen einer Großdemo geplant. „Ziel ist es, solidarische, selbstaktive Netzwerke anzuregen, um Räume der Vielfalt und Mehrdeutigkeit zu schaffen und gemeinsam gegen rechtspopulistische, rechtsextreme und völkisch-nationale Strömungen aktiv zu werden“, umriss Mit-Initiatorin Gerhild Steinbuch die Agenda.

Mit Vorarlberger Beteiligung

Unterstützt wird die Kampagne in Deutschland bereits von 2300 Institutionen, in Österreich folgten 270 Erstunterzeichner dem Aufruf zur Unterstützung. Mit dabei sind u. a. große Institutionen wie die Ars Electronica, die Diagonale, ImPulsTanz, das Burgtheater. Aus Vorarlberg haben die Bregenzer Festspiele, das Theater Kosmos, die IG Kultur Vorarlberg und das Vorarlberger Landestheater unterzeichnet. Unter den Einzelunterzeichnern finden sich Namen wie die Autoren Franzobel, Doron Rabinovici oder Kathrin Röggla, Schauspieler wie Manuel Rubey, Pia Hierzegger und Nicholas Ofczarek oder Komponisten wie Olga Neuwirth und Georg Friedrich Haas. Mit der Unterzeichnung der „Erklärung der Vielen in der Republik Österreich“ verpflichten sich die Teilnehmer unter anderem, kritische Auseinandersetzungen zu führen, „um Strategien zu entlarven, die demokratische Grundwerte untergraben“ und „gegen eine Politik der Abwertung und Ausgrenzung“ aufzutreten.