Anerkennung für den hohen Wert der Kulturarbeit gefordert

Kultur / 17.05.2019 • 22:28 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Kulturvermittler und  Kulturschaffende Brigitte Herrmann, Tobias Fend, Günter Marinelli und Hubert Dragaschnig mit Kulturlandesrat Christian Bernhard.leissing
Kulturvermittler und  Kulturschaffende Brigitte Herrmann, Tobias Fend, Günter Marinelli und Hubert Dragaschnig mit Kulturlandesrat Christian Bernhard.leissing

Bregenz Eine substanzielle Erhöhung der Förderungen im Bereich der darstellenden Kunst ist das dringende Anliegen der freien Künstler in den Sparten Theater und Tanz. Um dieses Ziel zu erreichen, waren vier Vertreter der Freien Szene bei Landesrat Christian Bernhard mit der Bitte, bei den anstehenden Budgetverhandlungen für ihr Anliegen zu kämpfen. Erstmals hatten sich damit auf Initiative des Theater Kosmos Kunstschaffende beider darstellender Künste  zusammengeschlossen, um für ihre Belange gemeinsam einzustehen. Die freie Szene in Vorarlberg erreicht im Bereich der darstellenden Kunst mit ca. 500 Vorstellungen rund 40.000 Besucher im Jahr. In diesen Produktionen arbeiten rund 220 Mitarbeiter auf kreativer, administrativer und technischer Ebene.

Der Wunsch der freien Szene ist eine Erhöhung der Subvention von bisher 0,05 Prozent auf 0,1 Prozent des Gesamtbudgets des Landes. Begründet wird die Forderung mit den schon seit Jahren prekären Produktionsbedingungen, den steigenden Kosten im administrativen und technischen Bereich, den verpflichtenden Anstellungsverhältnissen und den dringend benötigten finanziellen Möglichkeiten für Jugend- und Vermittlungsarbeit. „Die bisherige Fördersumme reicht nicht aus, um Kunst zu produzieren und gleichzeitig Sozialversicherungsbeiträge zu zahlen und Indexanpassungen vorzunehmen“, so die Kunstschaffenden. Landesrat Bernhard: „Parallel zu bisherigen Bemühungen, das IG-Netz als länderübergreifendes Förderinstrument und Impulsprojekte im Bereich der Vermittlungsarbeit zu stärken, wird in einem Mehrstufenplan versucht, die Budgets für Theater und Tanz weiterzuentwickeln.“

„Der Kuchen soll nicht anders verteilt, sondern verdoppelt werden.“