Im Bildraum Bodensee zeigen kreative Köpfe ihre Ideen zum Poolbar-Festival

18.05.2019 • 07:00 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Bildraum Bodensee Poolbar-Ausstellung.

Die Ausstellung „Von der Idee zum Konzept zum Festival“ macht Schaffensprozess des Poolbar-Generators sichtbar.

Bregenz Im Jahr 2014 wurde im Rahmen des Poolbar-Festivals ein innovatives Konzept auf die Beine gestellt, das sich bis heute bewährt und jedes Jahr erneut zum vollen Erfolg wird: Beim Poolbar-Generator bekommen junge kreative Köpfe nicht nur Einblicke in Architektur, Grafik, Produktdesign, Visuals/Media, Street Art und Public Art, sondern können auch einen wesentlichen Beitrag zur Gestaltung des Poolbar-Festivals leisten. Einen Monat vor Beginn des Festivals gibt der Bildraum Bodensee nun einen spannenden Einblick in die intensiven Vorbereitungen und Konzepte der Teilnehmer des Poolbar-Generators. 40 Studierende aus dem In- und Ausland haben sich heuer an den Poolbar-Gestaltungslabors beteiligt, die in den Räumlichkeiten des Magazin 4 veranstaltet wurden.

Neben Prototypen, Objekten, Skizzen und Möbeln, sind auch wieder verworfene Entwürfe der Workshopteilnehmer zu sehen. „Wir machen in dieser Ausstellung die intensiven Schaffensprozesse für das Festival sichtbar“, erklärt Geschäftsführer Herwig Bauer. Im Bildraum Bodensee werden keine fertigen Konzepte präsentiert. „Es ist vielmehr ein Zwischenstand, den wir präsentieren.“ Im Bildraum werden auch bewusst Konzepte gezeigt, die nicht zur Umsetzung kommen werden, um „die Vielfalt der Ideen darzustellen.“

Neben Prototypen, Objekten, Skizzen und Möbeln sind  auch wieder verworfene Entwürfe der Workshopteilnehmer zu sehen.
Neben Prototypen, Objekten, Skizzen und Möbeln sind auch wieder verworfene Entwürfe der Workshopteilnehmer zu sehen.
Die Teilnehmer des Architektur-Labors haben einen Teil des  Außenbereichs durch ein großes Gebilde umrahmt und abgesperrt.
Die Teilnehmer des Architektur-Labors haben einen Teil des Außenbereichs durch ein großes Gebilde umrahmt und abgesperrt.

Das diesjährige Motto „Inspirierende Verbote“ ist in der Schau durchwegs präsent und spiegelt sich in allen Labors wieder. Die Teilnehmer des Architektur-Labors haben einen Teil des Außenbereichs durch ein großes Gebilde umrahmt und abgesperrt. Auf den zweiten Blick wird klar, dass die Konstruktion aber das Gegenteil eines Vertretungsverbots darstellt und komplett durchlässig ist. „Es lädt den Besucher sogar ein, es zu betreten“, betont Bauer. Inszeniert wird das Gebilde mit Lichtelementen, die beim Durchschreiten über Bewegungsmelder aktiviert werden.

Ein Blickfang ist das Oktogon von Anna-Amanda Steurer. Das aus acht Rahmen bestehende Objekt aus Metall, das Licht reflektiert, wird im Poolbar-Außenbereich platziert und soll den Verlauf der Sonne wiederspiegeln. Steurer hat geometrische Muster mit Eisendraht gespannt, die durch das Betreten der Oktogons deutlich werden. Je nach Tageszeit verändert sich der Lichtfall, bei dem von außen zeitweise nicht erkannt werden kann, ob sich eine Person im Inneren befindet. Das Sehen, Nichtsehen und Überwachen steht dabei im Bezug zum Gefängnis, das sich neben dem Alten Hallenbad befindet. Ein für den „Generator“ produziertes Video, das den Schaffensprozess der Teilnehmer dokumentiert, ergänzt die Schau.

Neu designtes Poolcar

Eine Premiere feiert das neu designte Poolcar. Die dreirädrige Piaggio Ape dient als vielseitig einsetzbare Gastro- und Veranstaltungseinheit. Erstmals findet mit dem „Poolbar Raumfahrtprogramm“ eine diskursive Programmschiene statt, bei denen das Poolcar an Orte fährt, die kulturell nicht besetzt sind. Geplant sind unter anderem Veranstaltungen beim Lisilis Biohof in Meiningen oder im Schwurgerichtssaal in Feldkirch, bei dem in Kooperation mit den Montforter Zwischentönen ein Filmabend stattfindet.

„Von der Idee zum Konzept zum Festival“: geöffnet bis 6. Juni im Bildraum Bodensee (Bregenz, Seestraße 5). DI und DO, 13 bis 18 Uhr, FR und SA, 11 bis 16 Uhr.