Beim grenzenlosen Bodenseefestival wird nicht nur musiziert

Kultur / 03.06.2019 • 21:36 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
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Künstlerische Positionen aus den Benelux-Staaten.

Tettnang Während beim Bodenseefestival, das mit einem Konzert in Feldkirch auch nach Vorarlberg hereinschwappte, unter dem Motto „Benelux“ Musik, Wort und Tanz zu erleben sind, bietet die Städtische Galerie in Tettnang die einzige Ausstellung mit Arbeiten von Künstlern aus allen drei beteiligten Ländern. Die Niederlande vertritt Kees Tillema, der über seine Dozententätigkeit in Weingarten an den Bodensee gezogen ist. In Tettnang zeigt er „Windbriefe“, die Ergebnisse eines Experiments. Pinsel in unterschiedlicher Stärke, in Äste gehängt, hinterließen Spuren in Tusche oder Wasserfarbe auf Papier, die an japanische Kalligraphie denken lassen. Dazu kommen Fotografien von Ästen, die durch die Aneinanderreihung eine besondere Tiefenwirkung entfalten. Auf ein Minimum reduziert die belgische Künstlerin Laurence Turina ihre kalligraphischen Zeichnungen in Wachskreide. Sparsamste Linien spüren auf weißem oder schwarzem Grund Figuren, Situationen und Emotionen nach, die alle auf sehr sanfte Weise um die Liebe von Mann und Frau kreisen, um Annäherung, erste Blicke und Küsse wie um leidenschaftliche Vereinigung.Der aus Luxemburg stammende, in Düsseldorf lebende Maler Misch da Leiden komponiert aus einer Vielzahl von Techniken und Realitäten zwischen Vergangenheit und Zukunft Montagen von komplexen Bildräumen, die sich in einer gültigen Ästhetik zu spannenden Werken vereinen. Das können Stadtszenen oder Autobahnszenen sein, immer mit Kontrasten und bewussten Irritationen wie in „New York war gestern, Shanghai ist heute“. hv

Arbeit aus der Werkserie von Misch da Leiden aus Luxemburg. voith
Arbeit aus der Werkserie von Misch da Leiden aus Luxemburg. voith

Zu sehen in der Städtischen Galerie in Tettnang (Schützenstraße 5) bis 7. Juli, jeweils Freitag bis Sonntag, 15 bis 18 Uhr.