Festspiele werben mit „Maschine, die sich gewaschen hat“

05.06.2019 • 18:47 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Die Festspielleitung präsentierte das Programm nun auch in Wien. apa/hörmandinger
Die Festspielleitung präsentierte das Programm nun auch in Wien. apa/hörmandinger

Wien, Bregenz „Wir haben über drei Jahre an dem Ding gearbeitet“, erklärte Intendantin Elisabeth Sobotka im Rahmen einer Programmvorstellung der Bregenzer Festspiele in Wien den Clownskopf für „Rigoletto“, dessen Fertigstellung Spaziergänger am Seeufer bereits seit geraumer Zeit verfolgen können. „Das ist eine Maschine, die sich echt gewaschen hat – und die es so noch nie gab auf der Welt“, meinte der Regisseur und Bühnenbildner Philipp Stölzl, der erstmals in Bregenz arbeitet. Als Grundkonzept diene die Idee einer Zirkuswelt. Da sei nicht zuletzt das Ensemble gefragt, habe er doch von den Sängern Schwindelfreiheit eingefordert: „Es sind ja keine Akrobaten – aber hier müssen sie nun singen und Ähnliches vollbringen.“

Wie beim „Rigoletto“ präge das Männerbild und das Machtgefälle in sexueller Hinsicht dann auch die Produktion im Festspielhaus mit Jules Massenets „Don Quichotte“, sowie „Don Quijote“ von Jakob Nolte im Theater am Kornmarkt, verwies die Intendantin auf den Roten Faden im Programm. Hinzu kommen Bernhard Langs „Der Reigen“ auf der Werkstattbühne, Tschaikowskys „Eugen Onegin“ am Kornmarkt. 80 Prozent der aufgelegten 192.000 Tickets in 27 Vorstellungen am See seien bereits verkauft, zeigte sich Festspielpräsident Hans-Peter Metzler zufrieden: „Wir sind sehr gut aufgestellt, nicht zuletzt dank der stetig steigenden Zahl an Besuchern.“