Film ab Neu im Kino

05.06.2019 • 17:44 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
„Burning“ von Lee Chang-Dong wurde bereits auf mehreren Festivals gezeigt. xenix

Nachwuchsspürnasen in Aktion

Familienfilm Bücher, Hörspiele, Fernsehserien: Nichts ist vor den Nachwuchsdetektiven Tim, Karl, Klößchen und Gaby sicher. Nun kehren sie auch wieder auf die große Leinwand zurück. Das simpel „TKKG“ betitelte Abenteuer, für das Regisseur Robert Thalheim verantwortlich zeichnet, ist nach 1992 und 2006 der dritte Kinoausflug für die vier Freunde und erzählt, wie sie ursprünglich zusammengefunden haben. Dabei bekommen sie es mit einem Flugzeugabsturz, maskierten Kung-Fu-Kämpfern und versteckten Botschaften zu tun. In Nebenrollen sind u. a. Tom Schilling und Milan Peschel zu erleben.

 

Verlorene Jugend voller Geheimnisse

Drama Manchmal gibt es in einem Film diesen besonderen Moment, der Jahre im Gedächtnis bleiben wird. Das südkoreanische Liebesdrama „Burning“, die Verfilmung einer Kurzgeschichte von Haruki Murakami, hat solch einen Augenblick, als Hauptfigur Haemi im untergehenden Sonnenlicht tanzt, nur ihre Silhouette auszumachen ist und damit Ausbruch wie Sehnsucht vermittelt. Nicht nur Haemis Freund, der etwas ungelenke Jongsu, betrachtet diesen Tanz, sondern auch Ben, sein Widersacher im Kampf um die junge Frau: reicher, besser aussehend und deutlich selbstbewusster.

Der ungewöhnliche Genremix aus Beziehungsthriller, Jugenddrama und antikapitalistischem Gesellschaftskommentar erlaubt sich dafür in seinen üppigen 148 Minuten viele atmosphärische Einstellungen; bis kurz vor ihrem konventionellen Ende widersteht die langsam erzählte Geschichte vielen eingeübten Sehgewohnheiten. Eine große Stärke des Films ist es außerdem, dass er vieles im Ungefähren lässt: Ist Haemi wirklich eine alte Freundin? Gibt es ihre Katze wirklich?