Christa Dietrich

Kommentar

Christa Dietrich

Nicht überraschend

06.06.2019 • 17:05 Uhr / 1 Minuten Lesezeit

Der Auftakt ist zwar laut, aber wenig spannend. Was das Maschinentheater von Ulrich Rasche kann, weiß man im Westen Österreichs, wo der Bewegungsradius der Theaterinteressierten locker bis München und Basel reicht, wo der deutsche Regisseur schon mehrere Produktionen realisierte. Die Fortsetzung, das heißt, der weitere Spielplan des neuen Burgtheaterintendanten Martin Kusej entspricht angesichts der Durchmischung großer Klassiker mit neuen Stücken den Erwartungen. Franzobel und Nikolaus Habjan mit einer Uraufführung im Programm zu haben, ist erfreulich.

Auf Überraschendes muss man bis zur zweiten Spielzeit warten. Das Spannende liegt wohl in der Ankündigung, ein zentrales Haus der deutschsprachigen Theaterszene hin zu einer Art Mehrsprachenhaus zu öffnen. Vermutlich ist das leichter voranzutreiben, wie die angedeutete gelegentliche Präsenz dieses Unternehmens der Bundestheater-Holding in den Bundesländern.

Christa Dietrich

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