Art-Basel-Start mit Millionenkäufen

12.06.2019 • 18:43 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Werk von Jean-Michel Basquiat auf der Art Basel. ap/kefalas
Werk von Jean-Michel Basquiat auf der Art Basel. ap/kefalas

Die Messe der Superreichen sorgt sich um den Kunstmarkt.

Basel Auf der Kunstmesse Art Basel wurden bereits am ersten Preview-Tag gegen 40 Millionenverkäufe getätigt. Auf der Liste der Top-Seller befinden sich auch zwei Schweizer Galerien. Den höchsten kommunizierten Preis erzielte die New Yorker David Zwirner Gallery mit einem Frühwerk von Gerhard Richter: Das fotorealistische Gemälde „Versammlung“ von 1966 wurde für 20 Millionen Dollar verkauft. Die Galerie vermeldete noch sechs weitere Millionenverkäufe, unter anderem mit Gemälden von Sigmar Polke, Neo Rauch und Kerry James Marshall. Dieser US-amerikanische Chronist des afroamerikanischen Lebens scheint hoch im Kurs zu stehen. Auch die Jack Shainman Gallery, New York, verkaufte zwei seiner Porträt-Bilder für 1,3 und 3,5 Millionen Dollar.

Begehrt sind nach wie vor Gemälde des deutschen Malers Georg Baselitz. Die Galerie Thaddaeus Ropac verkaufte gleich drei seiner Spätwerke für über eine Million.

Auch heuer zeigt sich die Art Basel, an der bis zum Sonntag 290 Galerien aus 34 Ländern teilnehmen, wieder als Messe der Extreme, zu der Superreiche kommen. Doch etwas ist anders. Messechef Marc Spiegler redet nicht von Expansionsprojekten. Für bestimmte Galerien seien schwierige Zeiten angetreten. Erstmals habe man deshalb ein Preismodell eingeführt, das die kleineren und mittleren Aussteller fördern solle. Allerdings haben sich laut dem von der Art Basel und der Bank UBS herausgegebenen „Art Market Report“ die Umsätze der Auktionshäuser und Galerien weltweit auf rund 67,4 Milliarden Dollar summiert, sechs  Prozent mehr als im Vorjahr. Repolitisierte Kunst und Werke mit Millionenwert: Das sind auch dieses Jahr wieder die Trends. Im Sektor mit Skulpturen und Installationen finden sich zahlreiche Arbeiten, die Rassismus, Sexismus und Gewalt ins Visier nehmen. Die Installation der Spanierin Alicia Framis etwa besteht aus Puppen, die schicke Kleider tragen. Sobald man sie jedoch anfasst, entfalten sie sich ähnlich wie Airbags.

Die Art Basel ist ab heute,
13. Juni, bis 16. Juni für das allgemeine Publikum geöffnet: www.artbasel.com