Demnächst hebt der Ballon ab

13.06.2019 • 20:34 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Zeitgerecht zum Probenstart öffnete der „Rigoletto“-Clown auf der Seebühne die Augen.

Bregenz Der hohe Wasserstand und das viele angeschwemmte Holz hat die eingetroffenen Künstler der Bregenzer Festspiele zwar etwas irritiert, dem Verlauf der soeben begonnenen Proben tat das aber keinen Abbruch. Und als ob es intendiert gewesen wäre, öffnete der riesige Clown, dessen Entstehung auf der Bregenzer Seebühne Passanten seit Monaten beobachten können, gestern auch die Augen.

Der 14 Meter hohe Clownskopf, in den viel Bewegung kommen wird, dient samt den beiden Händen und einem Ballon nicht nur als Podium für die Aufführung von Verdis Opernhit „Rigoletto“, die Figur unterstreicht den Inhalt um Intrigen und Liebe an einem Herzogshof, an dem ein Spaßmacher eine maßgebliche Rolle spielt. Als Regisseur und Bühnenbildner hat Festspiel-Intendantin Elisabeth Sobotka Philipp Stölzl engagiert. Der deutsche Künstler hat sich auch als Filmemacher einen Namen gemacht. Ein Rigoletto-Darsteller ist Scott Hendricks, der zuletzt in Bizets „Carmen“ auf dem See auftrat. Eines ist sicher: Genauso wie der See vor dem Festspielstart am 17. Juli vom Schwemmholz befreit wird, hebt der Ballon im Laufe der zahlreichen Aufführungen in der Tat ab. VN

Der deutsche Regisseur, Filmemacher und Bühnenbildner Philipp Stölzl inszeniert Verdis Oper
Der deutsche Regisseur, Filmemacher und Bühnenbildner Philipp Stölzl inszeniert Verdis Oper „Rigoletto“ auf der Bregenzer Seebühne. VN/Steurer

Die Premiere von „Rigoletto“ findet am 17. Juli statt. Aufführungen auf der Seebühne gibt es heuer bis 18. August.