Figuren mit Knollennasen waren sein Markenzeichen

Kultur / 01.07.2019 • 20:21 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Zeichner Guillermo Mordillo ist 86-jährig verstorben. APA
Zeichner Guillermo Mordillo ist 86-jährig verstorben. APA

Palma Mit einem liebenswerten Augenzwinkern platzierte Guillermo Mordillo seine knollenartigen Figuren in surrealen Welten und spiegelte dabei treffsicher das Empfinden und die Erfahrungen der Betrachter. Mit 86 Jahren ist der argentinische Zeichner nun auf Mallorca gestorben. 2015 widmete das Karikaturmuseum Krems dem Zeichner eine Ausstellung, zu deren Eröffnung er auch anreiste.

Der Künstler wurde am 4. August 1932 als Sohn spanischer Einwanderer in Buenos Aires geboren. Zu zeichnen begann er, nachdem er als Fünfjähriger im Kino „Schneewittchen“ gesehen hatte. In den ersten Jahren als Künstler schlug er sich unter anderem als Zeichner für Glückwunschkarten durch. Nach Stationen unter anderem in Lima, New York und Paris gelang ihm Ende der 60er-Jahre der Durchbruch. In den 70er-Jahren galt er als meistveröffentlichter Zeichner weltweit. Immer wieder ließ sich Mordillo von Städten inspirieren, als Hommage an Dresden zeichnete er die Frauenkirche in seinem Stil. Große, rundliche Mordillo-Figuren tummeln sich auch in Zeichnungen mit dem Schiefen Turm von Pisa und dem Big Ben in London.