Start in bewegte Festspielzukunft

03.07.2019 • 16:40 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Hoch oben in der Beliebtheitsskala:
Hoch oben in der Beliebtheitsskala: „Rigoletto“-Tickets werden rar.

Um das Millionenprojekt zur Seebühnenertüchtigung wird es leiser, um „Rigoletto“ umso lauter.

Christa Dietrich

Bregenz Geplant war es zwar anders, die Ertüchtigung der Seebühne und des Festspielhauses, für die die Bregenzer Festspiele sowie die Stadt Bregenz, das Land Vorarlberg und der Bund in den Jahren 2021 bis 2023 insgesamt rund 55 Millionen Euro aufwenden, wird nun nicht als eines der großen Themen im Mittelpunkt der Eröffnung der Bregenzer Festspiele am 17. Juli stehen. An der Planung endet das allerdings nichts. Die Bedarfserhebung ist, wie die VN im April dieses Jahres berichteten, abgeschlossen. Die notwendige Sanierung wurde, so Festspielpräsident Hans-Peter Metzler, in den Gesprächen mit den politisch Verantwortlichen koordiniert. Der Bregenzer Bürgermeister Markus Linhart bestätigte die Gesamtkosten, die sich als Aufwand über mehrere Jahre verteilen, nur beim Bund gibt es aufgrund der Regierungsumbildung und der bevorstehenden Neuwahlen andere bzw. noch keine Ansprechpartner.

Kurz gesagt: Um das Millionenprojekt für die Zukunft am See, in das die Bregenzer Festspiele wie die Kongresshausgesellschaft involviert sind, wird es zwar leiser, aufgeschoben ist es damit nicht. Die Ertüchtigung und Sanierung der Seebühne und der Gebäude sind, wie es die Festspielleitung und der Bürgermeister der Landeshauptstadt unterstreichen, auch aufgrund der Sicherheitsauflagen eine Notwendigkeit. Die Mitglieder des Festspielkuratoriums sind entsprechend informiert. Zehn Prozent der Summe haben die Festspiele selbst aufzubringen und Hans-Peter Metzler wie auch Markus Linhart betonen, dass keinerlei Erweiterungen der Gebäude oder der Platzkapazitäten vorgenommen werden.

„Rigoletto“ boomt

Die aufwändige Findung von privaten Geldgebern beeinträchtigt die momentane positive Stimmung nicht. Präsident Metzler bestätigt im „VN“-Gespräch die enorme Nachfrage nach Karten für die Neuinszenierung auf dem See. „Rigoletto“ boomt, es gibt nur noch wenige Tickets. Erfreulich sei, dass das Publikumsinteresse an allen anderen Produktionen ebenfalls hoch ist. „Don Quichotte“ im Festspielhaus könne absolut mithalten und ebenso die Opernproduktion am Kornmarkt. Mit Spannung wird verfolgt, wie viel Bewegung ins „Rigoletto“-Bild von Philipp Stölzl kommt. Fest steht, dass der Ballon neben dem Clownskopf in der Tat in den Nachthimmel abhebt, wie der VN-Fotograf bereits festhielt.

Der Ballon für „Rigoletto“ mit dem riesigen Clownskopf auf der Bregenzer Seebühne ist mit Helium gefüllt, kann somit steigen und hat eine offizielle Fahrerlaubnis. VN/Paulitsch
Der Ballon für „Rigoletto“ mit dem riesigen Clownskopf auf der Bregenzer Seebühne ist mit Helium gefüllt, kann somit steigen und hat eine offizielle Fahrerlaubnis. VN/Paulitsch

Festspiel- und Kongresshaus

1978-1980 Errichtung des Festspielhauses

1995-1997 Erweiterung durch eine Werkstattbühne

2005-2006 Umbau, Erweiterung und Sanierung

2021-2023 Ertüchtigung des Gebäudes geplant

2022-2023 Ertüchtigung und Sanierung der Seebühne und Tribüne geplant

Die Premiere von „Rigoletto“ auf dem See findet am 17. Juli statt. Aufführungen gibt es heuer bis zum 18. August: www.bregenzerfestspiele.com