Papageno als Moderator einer Unterhaltungsshow

11.07.2019 • 17:49 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Bis 17. August wird „Die Zauberflöte“ im Steinbruch gespielt. APA
Bis 17. August wird „Die Zauberflöte“ im Steinbruch gespielt. APA

Höhen und Tiefen einer „Zauberflöte“ im Steinbruch.

St. Margarethen Eine neue Ära ist im burgenländischen St. Margarethen unter der künstlerischen Leitung von Daniel Serafin angebrochen. Die Premiere von Mozarts „Die Zauberflöte“ in einer aufwendigen Inszenierung von Carolin Pienkos und Cornelius Obonya hat ambivalente Eindrücke hinterlassen. Mozarts Oper wurde als Pionierwerk der Emanzipation, der Gleichberechtigung und der Menschenrechte interpretiert. Das ist ebenso ehrenhaft wie problematisch. Die als Blickfang fungierende riesige Skulptur aus Kugeln erinnert zunächst an Schaumblasen. Im Verlauf des Abends erweist sich jedoch deren Wandlungsfähigkeit durch effektvolle Projektionen. Max Simonischek als Papageno ist eine sympathische Besetzung. Sein stimmliches Manko überspielt er mit schauspielerischem Können, er verkörpert keine Opernpartie, sondern einen volkstümlichen Typ, wenngleich so, als wär er der Moderator einer Unterhaltungsshow. Schade drum. Das Orchester der Budapester Philharmonischen Gesellschaft unter Karsten Jarnuschke, den man vom Vorarlberger Landestheater kennt, agiert verlässlich.