Österreichischer Staatspreis für Michel Houellebecq

Kultur / 26.07.2019 • 20:21 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Minister Alexander Schallenberg mit dem Schriftsteller Michel Houellebecq. apa
Minister Alexander Schallenberg mit dem Schriftsteller Michel Houellebecq. apa

Salzburg Der Österreichische Staatspreis für Europäische Literatur wurde dem französischen Romancier, Lyriker und Essayisten Michel Houellebecq am Freitag in Salzburg verliehen. „Sinn und Zweck des Österreichischen Staatspreises für Europäische Literatur war und ist es, nicht nur die Schöpfer bedeutender literarischer Werke zu würdigen. Er sollte vor allem auch einen Beitrag zur kulturellen Verständigung und zum kulturellen Austausch in Europa leisten. Eine Zielsetzung, die nie ihre Gültigkeit verliert“, sagte Bundesminister Alexander Schallenberg. Es brauche Vordenker und Mitdenker, „gewissermaßen Forensiker der Gesellschaft, die uns auf ihre Art vor Augen führen, dass nichts selbstverständlich ist, dass keine Generation sich einfach ausruhen kann, sondern um den Erhalt ihrer Werte kämpfen muss. Gerade hier kommen Autoren wie Michel Houellebecq ins Spiel“, so der Minister.

„Als Schöpfer eines höchst eigenwilligen Werks ist Houellebecq eine der einflussreichsten Stimmen der europäischen Gegenwartsliteratur“, bemerkte die Jury mit u. a. Benedikt Föger, Walter Grond und Daniela Strigl. Der Autor selbst meinte in seiner Dankesrede allerdings, es sei erstaunlich, dass man Schriftstellern Preise verleihe, „als wären sie Wohltäter der Menschheit, obwohl sie es meistens gar nicht sind und nicht einmal vorgeben, es zu sein.“